Integrationsbeauftragte

12. Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin

Integration digital

Der 12. Integrationsgipfel stand im Zeichen der Corona-Pandemie.

An der digitalen Konferenz, die von Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz ausgerichtet wurde, nahmen rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften, Politik, Wirtschaft und Sport teil.

Mit digitalen Angeboten durch die Pandemie

Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz: "Die Corona-Pandemie trifft gerade Menschen mit Einwanderungsgeschichte und Geflüchtete hart. Sie arbeiten oft in Branchen, die besonders mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu kämpfen haben, wie Handel, Logistik oder dem Gastgewerbe. Gleichzeitig sind wichtige Integrationsangebote ausgefallen oder können nur eingeschränkt stattfinden. Mit dem Nationalen Aktionsplan Integration setzen wir auf eine Digitaloffensive – mit digitalen Integrationskursen, Sprachförderung und gezielter Beratung in sozialen Netzwerken, um vor allem Frauen beim Berufseinstieg und der Arbeitsmarktintegration zu unterstützen. Dazu gehört aber auch die digitale Unterstützung für ein individuelles Integrationsmanagement in den Kommunen. Denn wir dürfen trotz Corona bei der Integration keine Zeit verlieren.“ 

Nationaler Aktionsplan Integration: Verbesserungen in Phase II und II

Im Zentrum des Gipfels standen zahlreiche Verbesserungen der Phase II (Erstintegration) und Phase III (Eingliederung) des Nationalen Aktionsplans Integration der Bundesregierung, um die Integration vom ersten Tag zu unterstützen und das Fuß fassen in Deutschland auch in Zeiten der Corona-Pandemie zu erleichtern. 

Digitale Formate: Beim Deutschlernen und der Migrationsberatung

Dazu gehören neue digitale Formate der Sprachförderung und Beratung, die verbesserte Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen, die Förderung von frühkindlicher Bildung, Bildung und Ausbildung bis zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration, des Engagements und der gesellschaftlichen Integration vor Ort – auch in ländlichen Räumen. 

Mit dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung wird Integration gefördert, gefordert und gesteuert. In den Aktionsplan fließt die Integrationsexpertise des ganzen Landes ein: Insgesamt 300 Partnerinnen und Partner aus Bund, Ländern, Kommunen, Sozialpartnern und Zivilgesellschaft, darunter 75 Migrantenorganisationen, wirken mit. Der Aktionsplan gliedert sich in fünf Phasen der Zuwanderung und des Zusammenlebens: 


I.    Phase vor der Zuwanderung:  Erwartungen steuern – Orientierung geben 
II.    Phase der Erstintegration:  Ankommen erleichtern – Werte vermitteln
III.    Phase der Eingliederung: Teilhabe ermöglichen – Leistung fordern und fördern
IV.    Phase des Zusammenwachsens: Vielfalt gestalten – Einheit sichern
V.    Phase des Zusammenhalts:  Zusammenhalt stärken – Zukunft gestalten

Seit 2006 findet regelmäßig der Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin im Bundeskanzleramt statt. Die Ergebnisse der Phase I des Nationalen Aktionsplans Integration waren Thema des 11. Integrationsgipfels im März 2020. Die Ergebnisse der Phasen IV und V werden beim 13. Integrationsgipfel im Frühjahr 2021 beraten.

Montag, 19. Oktober 2020