Integration
Die Kommunen: Zentrale Integrationsakteure
Integration gelingt vor Ort. Deswegen unterstützt die Integrationsbeauftragte Städte und Gemeinden bei ihrer wichtigen Aufgabe und stärkt sie dabei, ihre Integrationsstrukturen krisenfest aufzustellen.
Integration gelingt vor Ort in den Städten und Gemeinden.
Virginia Pech
Die Integrationsbeauftragte arbeitet maßgeblich dafür, Integration in Deutschland mit allen relevanten Akteurinnen und Akteuren zu gestalten. Ihre Arbeit zielt darauf ab, Menschen das Ankommen zu erleichtern und ihnen Leben und Arbeiten in Deutschland zu ermöglichen. Die wichtigsten Partner dabei sind die Kommunen, die Städte und Gemeinden. Dort entstehen die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass Integration, Teilhabe und Zusammenhalt in Deutschland gelingen. Und Kommunen brauchen Unterstützung: Grundsätzlich, weil Integration eine Daueraufgabe ist. Und insbesondere, wenn dynamische Migrationsbewegungen die Infrastruktur vor Ort kurz- oder längerfristig herausfordern. Deshalb fördert die Integrationsbeauftragten Projekte, die die Integrationsstrukturen krisenfest machen, aber auch die Akteurinnen und Akteure vor Ort unterstützen.
Kommunen als Schlüsselakteure der Integration
In den Kommunen laufen alle Prozesse zusammen: von der Unterbringung und Versorgung über den Zugang zu Sprachkursen bis hin zu Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt. Die Integrationsbeauftragte arbeitet eng mit den kommunalen Entscheidungsträgerinnen und -trägern zusammen, um sicherzustellen, dass die Integrationsstrukturen zuverlässig und zukunftsfest sind. In Kooperation mit Bund und Ländern setzt sie sich für eine klare Aufgabenverteilung und eine verlässliche Infrastruktur ein, die auch auf neue Herausforderungen durch Migration reagieren kann.
Projekte zur Stärkung kommunaler Strukturen, Akteurinnen und Akteure
Die Integrationsbeauftragte fördert konkrete Projekte, die die kommunale Integrationsarbeit vor Ort unterstützen. Ein Beispiel ist das Projekt „Digitale Kommunen – Ankunftsprozesse für eine moderne Einwanderungsgesellschaft gestalten“. Es soll die Kommunalverwaltungen entlasten und attraktive effektive Ankunftsstrukturen schaffen für Ankommen und Bleiben. Durch die Digitalisierung soll der Prozess für Migrantinnen und Migranten sowie für die Verwaltung vereinfacht werden.
Die Beauftragte fördert außerdem das in zehn Modellkommunen durchgeführte Projekt „KommA – Kommunale Allianzen gegen Rassismus und Hass“. Ziel ist es, kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger dafür zu sensibilisieren und zu stärken, wie sie mit Diskriminierung und Hass, die sie erleben, umgehen können. Dafür sollen vor Ort auch Unterstützungsstrukturen etabliert werden. Damit im Ernstfall alle wissen, was zu tun ist.
Studien und Expertisen für die kommunale Praxis
Die Integrationsbeauftragte liefert auch wissenschaftliche Impulse für die kommunale Integrationsarbeit. Die von ihr geförderte Studie „Integration als Pflichtaufgabe: Holzweg oder Königsweg zu krisenfesten kommunalen Strukturen?“ der Migration Policy Research Group zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) analysiert, wie kommunale Strukturen langfristig krisenfest gestaltet werden können. Die Studie liefert wertvolle Anhaltspunkte für die Gestaltung der täglichen Arbeit in den Kommunen. Die Ergebnisse regen eine fundierte Debatte an über die Verteilung von Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern, mit dem Ziel Integrationsaufgaben vor Ort dauerhaft zu verankern und eine auf Kontinuität ausgerichtete Integrationspolitik zu gewährleisten.
Einen wertvollen Impuls für kommunale Praxis bietet auch die Expertise „Wege in die Wohnungsversorgung von Geflüchteten“ des Deutschen Instituts für Urbanistik, die von der Integrationsbeauftragten gefördert wurde. Anhand von drei Fallbeispielen konnte hier ein „kommunaler Werkzeugkasten“ entworfen werden, der Anregungen für die Unterbringung von Geflüchteten und den Übergang von der Unterbringung zum Wohnen liefert.
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