Arbeit
Diversität in der Wirtschaft und in der Bundesverwaltung
Diversität stärkt Wirtschaft und Verwaltung: Ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld fördert Innovation und Chancengleichheit. Die Integrations- und Antirassismusbeauftragte der Bundesregierung setzt sich dafür ein, Vielfalt in Unternehmen und Bundesbehörden zu erhöhen.
Staatliches Handeln ist glaubwürdiger und erfolgreicher, wenn es die Vielfalt von Perspektiven und Talenten der gesamten Gesellschaft einbezieht
Integrationsbeauftragte / Coddou
Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Teilhabe sollten den Arbeitsalltag jedes Menschen prägen. Von einer diskriminierungsfreien und inklusiven Arbeitswelt profitieren Beschäftigte und Arbeitgeber. Denn gelebte Vielfaltskultur in Unternehmen und Institutionen fördert nicht nur die Arbeitsmarktintegration, sondern auch Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration engagiert sich für Projekte und in Initiativen, die die interkulturelle Öffnung von Unternehmen voranbringen, Diskriminierung abbauen, Vielfalt sichtbar machen und Zugewanderten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Außerdem unterstützt sie die Charta der Vielfalt.
Der öffentliche Dienst ist mit rund fünf Millionen Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland. Er trägt maßgeblich zu einem funktionierenden Gemeinwesen bei und steht in besonderer Verantwortung, die Vielfalt der Gesellschaft in den Ministerien, Ämtern und Behörden ausreichend abzubilden.
„Diversität und Chancengleichheit Survey“ in der Bundesverwaltung
Beschäftigte mit Migrationshintergrund sind in der Bundesverwaltung im Vergleich zu ihrem Anteil an der erwerbsfähigen Bevölkerung stark unterrepräsentiert. Zudem berichten sie häufiger von Diskriminierungserfahrungen. Das zeigen die Beschäftigtenbefragungen „Diversität und Chancengleichheit Survey“ (DuCS), die 2019 und 2024 vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) im Auftrag der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, des Bundesministeriums des Innern sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland durchgeführt wurden.
Diversitätsstrategie der Bundesregierung
Um diese Repräsentationslücke zu schließen, das Potenzial von Vielfalt in den Bundesbehörden besser zu nutzen und eine wertschätzende, diskriminierungsfreie Verwaltungskultur zu fördern, hat das Bundeskabinett am 29. Januar 2025 die Diversitätsstrategie der Bundesregierung „Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Bundesverwaltung“ (nicht barrierefrei) [PDF, 319 KB] beschlossen. Federführend erarbeitet wurde die Strategie vom Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben für Bundesbehörden zeigt die Strategie Maßnahmen für die Bereiche Organisations- und Personalentwicklung, vielfaltsorientierte Personalgewinnung sowie Diskriminierungsprävention und -intervention auf. Ein zentraler Bestandteil sind regelmäßig stattfindende Netzwerktreffen zur Förderung des Austauschs zwischen den obersten Bundesbehörden.
Weitere Informationen
- Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Bundesverwaltung – Die ganzheitliche Diversitätsstrategie der Bundesregierung (nicht barrierefrei) [PDF, 319 KB]
- Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung zu migrationsbezogener Diversität und Chancengleichheit der Behörden und Einrichtungen im öffentlichen Dienst des Bundes (DuCS 2024)
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