Sprachmittlung im Gesundheitswesen

Gesellschaft und Teilhabe Sprachmittlung im Gesundheitswesen

In der Kommunikation zwischen Patient/-innen und medizinischem Personal können Sprachbarrieren schwerwiegende Folgen haben.

Wer nicht gut Deutsch spricht, hat es beim Arztbesuch oder im Krankenhaus oft schwer. Mitunter sorgen die Sprachbarriere oder kulturelle Vermittlungsprobleme dafür, dass Diagnosen und Behandlungen erst mehrere Besuche bei verschiedenen Ärzten vorausgehen. Manche Zugewanderte wenden sich an Notfallambulanzen, obwohl sie eigentlich zu Haus- oder Fachärzten müssten. Im schlimmsten Fall entstehen aus den fehlenden Sprachkenntnissen nicht nur Missverständnisse, sondern auch ernste Folgen für die Gesundheit.

Studie

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hat daher die Studie Erhebung und einheitliche Beschreibung von Modellen der Sprachmittlung im Gesundheitswesen in Auftrag gegeben. Diese Publikation soll mit übersichtlichen Informationen insbesondere den Arztpraxen und Krankenhäusern, den Ländern und Kommunen sowie Fachleuten eine praktische Entscheidungsgrundlage für die Einführung oder Erweiterung von Sprachmittlung eben.

Zentrale Anbieter, wie zum Beispiel der bikup Sprachmittlerpool NRW, haben Lehrprogramme entwickelt und bieten Ausbildungen zum Sprachmittler an. Eine Vielzahl mehrsprachiger Materialien findet sich im Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und anderer Fachorganisationen.