„Medien-Vielfalt“ – Medien in der Einwanderungsgesellschaft

Gesellschaft und Teilhabe „Medien-Vielfalt“ – Medien in der Einwanderungsgesellschaft

Ein abwechslungsreiches Medienangebot ist für moderne Gesellschaften von enormer Bedeutung. Damit Berichterstattung und Unterhaltungsformate jede und jeden, auch Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte erreichen, ist noch einiges zu tun.

Eine Kamera nimmt die Staatsministerin auf

Die Vielfalt in der Gesellschaft sollte sich auch in den Redaktionen, Entscheidungsgremien und in den Programmen widerspiegeln.

Foto: Integrationsbeauftragte

Medien prägen mit ihrer Berichterstattung und ihren Unterhaltungsangeboten mit, wie wir über das Zusammenleben in unserer vielfältigen Gesellschaft, über Einwanderung und Integration denken. Es ist deshalb kein Zufall, dass sich viele Akteurinnen und Akteure aus dem Medienbereich auch in den Nationalen Aktionsplan Integration eingebracht haben. Dort haben sie das Themenforum „Medien“ mit ihren Vorschläge bereichert, wie sich die Vielfalt unserer Gesellschaft auch in den Redaktionen, vor und hinter der Kamera, im Programm und beim Personal widerspiegeln kann.

Mehr Vielfalt in den Medien!

Zur Medienvielfalt gehört, dass Beschäftigte mit familiärer Einwanderungsgeschichte in Medienberufen angemessen repräsentiert sind. Die Vielfalt in der Gesellschaft sollte sich auch in den Redaktionen, Entscheidungsgremien und in den Programmen widerspiegeln. Nur so können Medien das breite Spektrum an Sichtweisen, Zugängen, Erfahrungen und Kenntnissen in der medialen Öffentlichkeit einer Einwanderungsgesellschaft abbilden. 

Repräsentative Daten zum prozentualen Anteil von Personen mit familiärer Einwanderungsgeschichte in Medienberufen liegen für Deutschland nur eingeschränkt vor. Schätzungen zufolge liegt er bundesweit im einstelligen Bereich – weit unter dem Anteil, den Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte an der Bevölkerung haben.

Mehr Medienschaffende mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Wurzeln sind nicht nur ein Beitrag für mehr Vielfalt in den Medien, sondern auch für mehr Vielfalt im Programm und der Berichterstattung. 

Dieses Ziel haben sich zum Beispiel die Landesmedienanstalten auf die Fahnen geschrieben und 2021 mit weiteren Medienhäusern das Bündnis „Medien für Vielfalt“ gegründet. Die Integrationsbeauftragte ist Schirmherrin dieser Initiative.

Mediendienst Integration
Der Mediendienst Integration setzt sich für eine differenzierte Debatte über die Themen Migration und Integration ein. Er arbeitet an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Medien: Als journalistischer Informationsdienst bereitet er empirische Sachverhalte und wissenschaftliche Erkenntnisse mediengerecht auf. Daten, Fakten und Hintergrundberichte zu wichtigen, integrationspolitischen Themen werden auch der interessierten Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt.

CIVIS Medienstiftung
Seit über 30 Jahren wird der CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt verliehen. Prämiert werden Programmleistungen im Radio, TV und Internet, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster nationaler, ethnischer, religiöser oder kultureller Herkunft fördern.

Diversity-Kompetenz im Journalismus schaffen und sichtbar machen
Damit die Redaktionen deutscher Medien vielfältiger werden, unterstützt der Verein Neue deutsche Medienmacher e.V. junge Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten aus Einwandererfamilien, vermittelt ihnen erfahrene Mentorinnen und Mentoren aus dem Medienbereich und unterstützt Medienunternehmen in ihrer Diversity-Kompetenz. „Vielfalt stärken“ – dieses Mentoring-Programm fördert die Integrationsbeauftragte als ein Vorhaben des Nationalen Aktionsplans Integration.