Migrations- und Integrationsforschung

Publikum von oben

Publikum

Foto: BIM

Unsere Welt ist in Bewegung. Die globale Wanderung hat an Dynamik zugelegt und macht Gesellschaften heterogener. Damit gewinnt die Migrations- und Integrationsforschung an Bedeutung. 

In den vergangenen Jahren konnten sich bestehende wissenschaftliche Institutionen weiterentwickeln und wachsen. Neue Forschungsstätten und -projekte entstanden. Sowohl Universitäten und universitätsnahe Einrichtungen als auch außeruniversitäre Institute betreiben mittlerweile Migrations- und Integrationsforschung auf hohem Niveau. Ein wichtiger Beitrag zum Erkenntnisgewinn kommt zudem von Forschungseinrichtungen des Bundes.

Derzeit sind in der Migrations- und Integrationsforschung drei zentrale Entwicklungen zu beobachten:

  • die Forschung nimmt vermehrt in den Blick, wie sich Migration und Integration auf die Gesamtbevölkerung auswirken und was sie innerhalb dieser in Gang setzen
  • die Analyse von Potenzialen gewinnt in der Migrations- und Integrationsforschung im Vergleich zur Analyse von Defiziten an Bedeutung
  • die Migrations- und Integrationsforschung ist auf adäquate  Datengrundlagen angewiesen - dabei haben sich einige Statistiken als besonders vielversprechend herauskristallisiert

Die wichtigsten Datenquellen 

Bei den statistischen Grundlagen der Migrations- und Integrationsforschung haben sich vor allem der Mikrozensus und das Sozio-OEkonomische Panel zu wertvollen Ressourcen entwickelt. 

Der Mikrozensus

Das Mikrozensusgesetzes 2005 verankerte im Mikrozensus erstmalig Fragen zur Bestimmung der familiären Einwanderungsgeschichte. Seitdem sind detaillierte Angaben zu Personen mit familiärer Einwanderungsgeschichte unabhängig von der Staatsangehörigkeit möglich.

Das Sozio-oekonomische Panel

Beim Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) handelt sich um eine jährliche Wiederholungsbefragung, die es seit 1984 gibt. Das SOEP liefert repräsentative Angaben zu relevanten Themen wie Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung oder Gesundheit. Durch gezielte Stichproben berücksichtigt das SOEP Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte überproportional, sodass sich ein detailliertes Bild von ihnen zeichnen lässt. Ergänzt wird das SOEP durch die IAB-SOEP-Migrationsstichprobe und die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten.

Förderung

Die Beauftragte betont  die enorme Bedeutung der Migrations- und Integrationsforschung. Deshalb ist sie Kuratoriumsvorsitzende des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM). Zudem fördert und unterstützt sie zahlreiche Forschungsvorhaben und trifft sich regelmäßig zum Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ebenso begleitet die Beauftragte die Weiterentwicklung der Migrations- und Integrationsforschung in Deutschland.