Sprachförderung und Spracherwerb sind unerlässlich

Bildung und Arbeit Sprachförderung und Spracherwerb sind unerlässlich

Gute Deutschkenntnisse sind eine notwendige Voraussetzung dafür, dass Kinder dem Unterricht folgen können. Für den späteren Bildungserfolg ist es daher unverzichtbar, dass Kinder von Anfang an beim Erlernen der Sprache unterstützt und gefördert werden.

Die Staatsministerin schaut mit Kindern in ein Buch

Viele Kinder mit familiärer Einwanderungsgeschichte wachsen mit einer anderen Sprache auf

Foto: Integrationsbeauftragte

Übereinstimmend stellen Studien immer wieder den Zusammenhang von Bildungserfolg, Sprachkompetenzen und Sprachförderung her. Sie zeigen: Insbesondere Kinder und Jugendliche aus eingewanderten Familien haben größere Schwierigkeiten in der Schule, auch weil ihre Sprachkenntnisse noch nicht ausreichend sind. Je sicherer und umfassender sie Deutsch verstehen und sprechen, desto bessere Bildungs- und Teilhabechancen haben sie. Darum steht die Sprachförderung schon bei den Kleinsten im Fokus der Integrationspolitik.

Sprachförderung von Kindern

Viele Kinder aus Familien mit familiärer Einwanderungsgeschichte wachsen mit einer anderen Sprache auf. Für ihren weiteren Werdegang ist es daher essenziell, ihre Deutschkenntnisse in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) sowie in der Schule zu fördern. Wichtig ist dabei, dass vorhandene Kompetenzen in den Herkunftssprachen im Bildungssystem stärker berücksichtigt werden. Sprachliche Bildung in Deutsch ist ein Schwerpunkt pädagogischer Arbeit in den Schulen und führt die Förderangebote im Elementarbereich fort.

Gute Sprachkenntnisse für gute Bildung

Um Kinder schon in der Kita-Betreuung in ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen, fördert der Bund seit 2011 mit aufeinanderfolgenden Programmen entsprechende Angebote in den Kitas, die Qualifizierung von Fachkräften für Sprachförderung, eine inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit den Eltern. 

Mit dem aktuellen Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ werden bis Ende 2022 weiterhin zusätzliche Sprachförderkräfte in bundesweit jeder zehnten Kita finanziert. Ab 2021 wird das Bundesprogramm einen neuen Fokus auf den Einsatz digitaler Medien und die Integration medienpädagogischer Fragestellungen in die sprachliche Bildung richten.

Sprachförderung in Kitas und Schulen

Grundsätzlich setzen die Länder ihr Betreuungsangebot in Kitas und die schulische Bildung in eigener Verantwortung um. Das gilt auch für dort verankerte Angebote sprachlicher Förderung. Die gemeinsame Bund-Länder-Forschungsinitiative „BiSS – Bildung in Schrift und Sprache“ und die daran anschließende Initiative „BiSS-Transfer“ zielen darauf, die Sprachförderung, Sprachdiagnostik sowie Leseförderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen qualitativ weiterzuentwickeln und zu intensivieren.

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