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Widmann-Mauz: „Integration ist eine Daueraufgabe“

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Widmann-Mauz: „Integration ist eine Daueraufgabe“

Ausgabejahr: 2020
Datum: 08. September 2020

Integrationsstaatsministerin trifft Geflüchtete und Ehrenamtliche zum Gespräch
 

Deutschland hat in den vergangenen fünf Jahren über einer Million Menschen Schutz gewährt. Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz traf am 08.08.2020 Geflüchtete, um über Erfahrungen und Herausforderungen bei der Integration in Deutschland zu sprechen. Am  09.09.2020 tausche sich Integrationsstaatsministerin in einer Videokonferenz mit Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland aus, die sich seit vielen Jahren für Geflüchtete stark machen. 

Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz: „Deutschland hat bei der Integration vieles gut gemeistert, auch dank der vielen tausenden Haupt- und Ehrenamtlichen, Unternehmerinnen und Unternehmern, die vor Ort dafür gesorgt haben, dass Geflüchtete Fuß fassen können, eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz erhalten. Viele Geflüchtete haben in den letzten fünf Jahren große Integrationsschritte gemacht – beim Deutschlernen, in der Schule, bei der Ausbildung, am Arbeitsmarkt. Aber Integration ist eine Daueraufgabe. Wir müssen sie weiter fordern und fördern, vom ersten Tag an.“

Unter den Gesprächspartnern ist ein junger syrischer Abiturient, der 2015 in eine der ersten Willkommensklassen in Berlin kam. Er hat 2020 sein Abitur geschafft und wird ab Herbst Lehramt an der Humboldt Universität Berlin studieren. Wie er haben in den letzten fünf Jahren 130.000 Geflüchtete den Weg ins deutsche Schulsystem gefunden. Andere Geflüchtete haben in Deutschland den Einstieg ins Berufsleben geschafft: Eine afghanische Mutter dreier Kinder, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Sprachkurse als Kindergartenhelferin gearbeitet hat und nun ihre Ausbildung zur Erzieherin macht. Eine iranische Fahrlehrerin, die sich gerade zur Busfahrerin weiterbildet. Oder ein junger Syrer, der mittlerweile als SEO-Manager in einem Unternehmen arbeitet. Seit 2015 hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Auszubildenden mit Fluchthintergrund verachtfacht. Und mehr als 350.000 Menschen, die als Flüchtlinge kamen, arbeiten jetzt in einem sozialversicherungspflichtigen Job. Damit hat jede und jeder zweite Geflüchtete (49%) seit 2015, eine Arbeit in Deutschland gefunden. 

Am Mittwoch, 09.09.2020 hat Widmann-Mauz per Videokonferenz 40 Ehrenamtliche zum Gespräch eingeladen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind.

Integrationsstaatsministerin Widmann-Mauz: „In den letzten fünf Jahren hat sich jede und jeder zweite in Deutschland in irgendeiner Form für Geflüchtete engagiert. Das ist ein überwältigendes Zeichen der Solidarität in unserem Land. Seit 2015 haben rund 1,15 Millionen Menschen einen Integrationskurs durchlaufen, etliche Geflüchtete haben einen Job gefunden. Hinter dieser Bilanz steht die Kraft des Ehrenamts.“

Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration unterstützt dieses ehrenamtliche Engagement mit Förderprojekten. 

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