Integrationsbeauftragte

Projekt „BePart“

Widmann-Mauz: „Wer sich an seinem Wohnort engagiert, wird leichter Teil einer Gemeinschaft“

Staatsministerin fördert Projekt „BePart“ mit 1,2 Millionen Euro.

Teil der Gemeinschaft sein, sich einbringen, mitgestalten – wir wollen, dass mehr Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte zum Beispiel im Elternrat oder im Integrationsbeirat mitmachen. Deshalb fördert die Staatsministerin für Integration gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung das Projekt BePart – Teilhabe beginnt vor Ort!.

Das Ziel: Gesellschaftliche und politische Teilhabe von Menschen mit Einwanderungsgeschichte auf kommunaler Ebene stärken. Gemeinsam mit Migrantenorganisationen, Bildungsträgern und Gremien vor Ort sollen Aktivitäten konzipiert und durchgeführt werden, um die Teilhabe von Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu erhöhen. Projektträger ist Minor e.V..

Auftaktveranstaltung im Bundeskanzleramt

Zum Auftakt des Projektes hatte Staatsministern Annette Widmann-Mauz in das Bundeskanzleramt geladen. „Dort, wo die Menschen viele politischen Entscheidungen sofort spüren, wo über Kita-Gebühren, das Schwimmbad, den öffentlichen Nahverkehr oder die Bebauungspläne abgestimmt werden – dort ist ein Viertel des Landes, nämlich 20,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte, am wenigsten repräsentiert. Das darf nicht sein. Da müssen wir ran“, betonte sie.

Nach einem Input von Dr. Cornelia Schu, Geschäftsführerin des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für gesellschaftliche und politische Teilhabe gewonnen werden können. Die Integrationsbeauftragten aus dem Landkreis Osnabrück, Werner Hülsmann, und der Stadt Augsburg, Dr. Margret Spohn, gaben anschließend wertvolle Einblicke in ihre Arbeit und Erfahrungswerte.

Zehn Modellkommunen

Staatsministeirn am Rednerpult Widmann-Mauz: „Politische Teilhabe ist mehr als nur Wählen und gewählt werden.“ Quelle: Integrationsbeauftragte / Coddou

Im Rahmen von „BePart“ sollen in bundesweit zehn Modellkommunen Aktivitäten konzipiert und durchgeführt werden, um die Teilhabe von Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu erhöhen. Von der besseren Beteiligung in Kitabeiräten bis hin zu Sensibilisierung und Empowerment für die Arbeit in Integrationsbeiräten und kommunalen Gremien – über alle Maßnahmen stimmt ein Beirat aus Vertreterinnen und Vertretern der Modellkommunen, mehreren Dachverbänden von Migrantenorganisationen, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration ab. 

Die Modellkommunen bilden einen Querschnitt Deutschlands ab: 

  • Berlin
  • Augsburg (Bayern)
  • Essen (Nordrhein‐Westfalen), 
  • Burgenlandkreis (Sachsen‐Anhalt)
  • Leipzig (Sachsen)
  • Erfurt (Thüringen)
  • Landkreis Osnabrück (Niedersachsen)
  • Frankfurt am Main (Hessen)
  • Tübingen (Baden‐Württemberg
  • Neumünster (Schleswig‐Holstein)

Die Staatsministerin fördert „BePart“ zusammen mit der Bundeszentrale für politische Bildung bis Juni 2021 mit insgesamt rund 1,2 Mio. Euro.

Mittwoch, 11. Dezember 2019