Integrationsbeauftragte

Nationaler Integrationspreis 2018

Widmann-Mauz: "Positive Integrationsgeschichten sichtbar machen“ 

„Brückenbau“ erhält Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin. 

Staatsministerin Widmann-Mauz mit Gal Rachman, Geschäftsführer IsraAID Germany e.V. Preisverleihung Nationaler Integrationspreis 2018 Quelle: Bundesregierung/Plambeck

Toleranz und Gleichberechtigung vermitteln – das tun die Therapeutinnen und Therapeuten im Projekt „Brückenbau – Vielfalt begegnen!“ jeden Tag. Dafür hat sie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 29. Oktober 2018 mit dem Nationalen Integrationspreis ausgezeichnet. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, eröffnete die Veranstaltung.

Widmann-Mauz: Integration gelingt an Orten der Begegnung

Staatsministerin Widmann-Mauz hob hervor, warum ein Integrationspreis wichtig ist: „Integration gelingt dort, wo es Orte und Gelegenheiten der Begegnung gibt. Solche Orte gibt es, sie bleiben aber häufig unsichtbar. Mit dem Nationalen Integrationspreis wollen wir die vielen positiven Integrationsgeschichten würdigen und sichtbar machen.“

Das Preisträger-projekt „Brückenbau – Vielfalt begegnen!“ 

Im Projekt „Brückenbau – Vielfalt begegnen!“ unterstützen arabisch-israelische, jüdisch-israelische und deutsche Spezialisten für psychosoziale Betreuung (Psychologen, Sozialarbeiter, Kunsttherapeuten und Gemeindearbeiter) gemeinsam die Integration und psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen. Träger des Projekts sind die Hilfsorganisation IsraAID Germany e.V.und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.

„‚Brückenbau‘ hilft Menschen, die in ihrer Heimat oder auf der Flucht Schlimmstes erlebt haben, und baut zugleich Brücken zwischen Religionen und Kulturen. Das ist gelebte Integration, “ lobte Staatsministerin Widmann-Mauz das Projekt. 

 

Gal Rachman, Geschäftsführer von IsraAID Germany e.V.  freut sich über den Preis: „Wir sind zutiefst dankbar und geehrt, diese höchste Anerkennung der Bundeskanzlerin zu erhalten. Wir fühlen uns erneut bestätigt, unsere Integrationsarbeit fortzusetzen, von der sowohl Geflüchtete als auch die deutsche Gesellschaft profitieren können.“

Bereits in Erstaufnahmeeinrichtungen werden Flüchtlinge von IsraAID psychologisch betreut und von Mitarbeitern beraten. Die Einzel- und Gruppengespräche betreffen Themen wie die Beziehung zwischen Mann und Frau, Sexualität und Schwangerschaft, Frauenrechte und Bildung. Aktuell nehmen bereits über 6.000 Schutzsuchende an dem Projekt teil. 

Die unabhängige Jury des Nationalen Integrationspreises 

Logo Integrationspreis 2018 Gewinner dieses Jahr: Das Projekt "Brückenbau - Vielfalt gestalten"" Quelle: Bundesregierung

Die Entscheidung für den Preisträger trifft eine unabhängige Jury. Das für drei Jahre von der Bundeskanzlerin berufene Gremium besteht aus der Berliner Integrationsforscherin Professorin Naika Foroutan, dem Fußballprofi Sami Khedira, dem Autor Ahmad Mansour, der langjährigen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth sowie dem ehemaligen Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit und ehemaligen Leiter des BAMF, Dr. Frank-Jürgen Weise, der zugleich Jury-Vorsitzender ist. Schwerpunkt des diesjährigen Preises ist „Wertevermittlung“.
Nominiert wurde das Projekt „Brückenbau – Vielfalt begegnen!“ vom Zentralrat der Juden in Deutschland als eine der 33 vorschlagsberechtigten Institutionen.

Hintergrund zum Nationalen Integrationspreis

Das Bundeskabinett hat am 24. und 25. Mai 2016 bei seiner Klausur in Meseberg die "Meseberger Erklärung zur Integration" beschlossen und in diesem Rahmen den Nationalen Integrationspreis ins Leben gerufen. Der Preisträger soll als Vorbild für andere dienen, sich ebenfalls zu engagieren. Die 33 vorschlagsberechtigten Institutionen konnten einzelne Personen, Personengruppen, Organisationen oder Kommunen nominieren. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird 2018 zum zweiten Mal verliehen. Die Organisation der Preisverleihung verantwortet Staatsministerin Widmann-Mauz.