Integrationsbeauftragte

Projekte

Überblick Projektförderung

Auch 2019 wird die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration ihre erstmals 2016 begonnene Förderung von Projekten mit Flüchtlingsbezug mehrheitlich fortsetzen. Der Schwerpunkt liegt auf Ehrenamtsprojekten und der Förderung geflüchteter Frauen und besonders schutzbedürftiger Personen.

Ehrenamt braucht begleitende Hilfe

Deshalb ist es wichtig, dass sie von kompetenten Personen begleitet und beraten werden können. Und dass Informationsmaterial, Schulungen und Fortbildungen zur Verfügung stehen. Einige Ehrenamtliche stoßen auch an ihre physischen oder psychischen Grenzen. Damit Engagement und Hilfe nicht in Frustration enden, werden in den Projekten der Integrationsbeauftragen auch hier Hilfen wie Supervision angeboten.

Besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Ein weiterer Förderschwerpunkt ist die Hilfe für geflüchtete Frauen und weiterer besonders schutzbedürftige Gruppen. Etwa ein Drittel der in den letzten Jahren zu uns geflüchteten Menschen sind Frauen.

Viele haben die gefährliche Flucht gemeinsam mit ihren Kindern angetreten und einige Frauen sind auf der Flucht Opfer von Gewalt – auch sexualisierter Gewalt – geworden. Frauen und Mädchen sind aber auch nach überstandener Flucht bei einer Unterbringung in Notaufnahme-, Erstaufnahmeeinrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften besonders schutzbedürftig.

Neben der Schaffung von Gewaltschutzkonzepten kommt es deshalb von Anfang an darauf an, geflüchtete Frauen über vorhandene Beratungs- und Unterstützungsangebote zu informieren und sie für ihrer eigenen Rechte zu sensibilisieren und in deren Wahrnehmung nachhaltig zu stärken. Besonders wichtig ist dies, da Frauen oftmals eine Schlüsselfunktion für die Integrationsperspektive ihrer Familien haben und damit wichtige Adressatinnen integrationspolitischer Maßnahmen sind.

Der Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration umfasste bis zum Jahr 2015 Ausgaben in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Auch mit diesen vergleichsweise geringen Mitteln wurden bereits Engagierte in der Flüchtlingsarbeit gefördert.

Seit 2016 stehen zusätzliche Mittel von jeweils rund 20 Millionen Euro bereit. Mit diesen Mitteln wurden unter anderem Projekte mit Wohlfahrtsverbänden, Migrantendachorganisationen und Moscheegemeinden gefördert.

Vielseitig und kreativ

Ob in Flüchtlingseinrichtungen, Theaterprojekten oder Fahrradwerkstätten – überall in unserem Land engagieren sich Menschen ehrenamtlich. Viele das erste Mal in ihrem Leben und ohne weitere Vorkenntnis oder Erfahrung in ihrer neuen Aufgabe.

Fußball, Judo, Leichtathletik oder Rollstuhl-Basketball – Flüchtlinge können im Verein mitmachen, Kontakte knüpfen und neben dem Sport auch niedrigschwellige Bildungsangebote wahrnehmen. Deshalb arbeitet die die Integrationsbeauftragte außerdem mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und den Landessportbünden, der DFB-Stiftung Egidius Braun, der Deutschen Kinder und Jugendstiftung und der Bundesliga-Stiftung zusammen.