Integrationsbeauftragte

Widmann-Mauz: Herz der Integration schlägt in den Kommunen 

Bund unterstützt Einsatz auf kommunaler Ebene

Engagierten vor Ort den Rücken stärken,  sie vor Anfeindungen schützen und ihren Einsatz sichtbar machen – das sind die Ziele des Modellprojekts „Weltoffene Kommunen – vom Dialog zum Zusammenhalt“.  40 Kommunen werden im Laufe der kommenden Jahre bei ihrem Engagement für Integration gestärkt und für Fachkräfte aus dem Ausland attraktiv gemacht. Der Startschuss für das Projekt fiel heute in Potsdam, wo Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin für Integration, eine Erklärung zur Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister, Mike Schubert, und Projektpartnern unterzeichnete.

Das Herz der Integration schlägt in den Kommunen

Bei der Unterzeichnung erklärte die Staatsministerin: „Das Herz der Integration schlägt in den Kommunen. Wir müssen den Engagierten vor Ort, die sich tagtäglich für ein gutes Miteinander einsetzen auf allen Ebenen zu unterstützen. Hier setzen wir mit unserem neuen Modellprojekt an. Weltoffenheit hilft Kommunen auch beim Wettbewerb um die besten Köpfe. Angesichts des Fachkräftemangels ist das ein entscheidender wirtschaftlicher Standortvorteil.“

Toleranz und ein gutes Zusammenleben

Eröffnung des Projekts "Weltoffene Kommunen" Eröffnung des Projekts "Weltoffene Kommunen" Quelle: Coddou

Weitere Unterzeichner der Erklärung sind die PHINEO gAG und die Bertelsmann Stiftung, die das Modellprojekt durchführen. Das Projekt hat zum Ziel, Städte und Gemeinden bei ihrem Engagement für Weltoffenheit, Toleranz und ein gutes Zusammenleben zu stärken. 

Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern

Die Kommunen führen zunächst eine Standortbestimmung durch: Wie steht es um die Konzepte für die Integrationspolitik vor Ort? Und wo ist die Vernetzung mit anderen kommunalen Verwaltungseinheiten auszubauen, damit alle vom Wissen und von den Erfahrungen anderer profitieren? Daraus werden konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet. Die Kommunen werden auch dabei begleitet, die Empfehlungen in die Praxis umzusetzen. Darüber hinaus werden die erarbeiteten Maßnahmen in Dialogen mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert, damit alle die Möglichkeit haben, sich einbringen zu können.

Vernetzung von Entscheiderinnen und Entscheidern 

"Herz der Integration schlägt in den Kommunen" "Herz der Integration schlägt in den Kommunen" Quelle: Coddou

Entscheiderinnen und Entscheider in den Kommunen sollen untereinander vernetzt werden und Strategien lernen, um die Integration in den Kommunen noch besser gestalten zu können und besser mit Anfeindungen umzugehen. Dabei helfen Angebote wie Workshops und Webinare.

Einbindung in den Nationalen Aktionsplan Integration

Das Projekt ist Teil des Nationalen Aktionsplans Integration der Bundesregierung. Koordiniert durch die Staatsministerin für Integration soll der Aktionsplan unter dem Motto „Ein Land. Viele Chancen“ bestehende Integrationsangebote bündeln, ergänzen, weiterentwickeln und steuern. Ziel ist es, die Integration im Land nach dem Grundsatz „Fordern und För-dern“ zu stärken. Dabei arbeitet die Bundesregierung eng mit rund 200 Akteuren aus Bund, Ländern, Kommunen und der Zivilgesellschaft zusammen.

Dienstag, 05. November 2019