Integrationsbeauftragte

Integration vor Ort gestalten

In Kassel tagte die Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragen.

Auf Einladung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, tagte am 27. und 28. August 2018 in Kassel die Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen. In diesem Jahr fand die Konferenz unter dem Titel „Integration vor Ort gestalten – Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken“ statt.

Fishbowl auf der Bundeskonferenz 2018 Fishbowl auf der Bundeskonferenz 2018 Fishbowl auf der Bundeskonferenz 2018 Quelle: Integrationsbeauftragte / Harry Soremski

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz unterstrich in Kassel: „Es ist gut, dass sich Deutschland mit einem Fachkräfteeinwanderungsgesetz dazu bekennt, ein Einwanderungsland zu sein. Umso wichtiger ist es, jetzt gemeinsam neue Impulse in der Integrationspolitik zu setzen. Wir müssen diejenigen stärken, die unser Land stark machen und dafür sorgen, dass alle Menschen in unserem Land ihre Potenziale voll einbringen können. Nötig ist, die Fachkräfteeinwanderung positiv zu gestalten, die Qualität der Integrationskurse nachhaltig zu verbessern und die Integration in Bildung und Arbeit weiter voranzutreiben. Integration findet vor Ort statt. Darum ist es gut, dass sich die Integrationsbeauftragten aus den Kommunen und Ländern mit mir austauschen konnten.“

Lebhafter Erfahrungsaustausch

Die Staatsministerin bilanzierte nach der zweitägigen Konferenz: „Es war ein lebhafter Erfahrungsaustausch und wir haben über viele gute Ansätze aus der Integrationsarbeit vor Ort diskutiert. Besonderes Interesse fanden Maßnahmen zur frühen Vermittlung unserer Werteordnung für Eingewanderte und Schutzsuchende, Projekte zur interkulturellen Öffnung der Behörden und Verwaltung und die Herausforderung von Integrationsangeboten im ländlichen Raum, etwa bei den Integrationskursen.

Die Bundeskonferenz in Kassel hat gezeigt, wie viele hervorragende und kreative Initiativen es für mehr Integration deutschlandweit gibt. Von Flensburg bis Füssen, von Aachen bis Angermünde: In ganz Deutschland arbeiten Integrationsbeauftragte daran, den Zusammenhalt und das Miteinander aller Menschen im Land, egal welcher Herkunft, zu stärken. Diesen Einsatz braucht unser Land, gerade in Zeiten, in denen Populisten und Hetzer von den Rändern bis in die Mitte der Gesellschaft hineindrängen wollen.“

Jährliche Konferenz

Einmal jährlich lädt die Integrationsbeauftragte die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder und Kommunen ein, um über aktuelle Themen der Integrationspolitik zu beraten. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren tauschen sie sich aus und setzen Impulse für ihre integrationspolitische Arbeit.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung richtet die Bundeskonferenz in Kooperation mit den jeweiligen gastgebenden Ländern und Kommunen aus. In Kassel tauschten sich die Beauftragten zwei Tage intensiv aus: über gelungene Integrationsprojekte vor Ort, aktuelle integrationspolitische Initiativen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie über Maßnahmen zur Bekämpfung von Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit.

Erster Konferenztag: „Integration vor Ort gestalten

Am ersten Konferenztag fand vor allem in den Foren ein Austausch zu den Erfahrungen mit Integration vor Ort statt. Dabei ging es unter anderem um gelungene Beispiele für die Kommunikation von Zugewanderten und heimischer Bevölkerung sowie um die Vermittlung in Arbeit.

12:00 Uhr - Pressekonferenz
13:00 Uhr - Begrüßung durch

  • Stefan Grüttner, Hessischer Minister für Soziales und Integration
  • Christian Geselle, Oberbürgermeister der Stadt Kassel
  • Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

14:30 Uhr - „Aktuelle Stunde“ im Fishbowl-Format mit:

  • Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
  • Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin der Justiz
  • Kai Klose, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung der Hessischen Landesregierung
  • Susi Möbbeck, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt

16:30 Uhr - Gemeinsamer Austausch in Foren
18:00 Uhr - Tagesabschluss durch Staatsministerin Annette Widmann-Mauz


Zweiter Konferenztag: „Gesellschaftliche Zusammenhalt stärken“

Am zweiten Konferenztag stand die Frage im Mittelpunkt, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt gelingt. Mehr Miteinander statt Nebeneinander in unserem Land ist das Ziel. Dazu gehört, dass alle, die hier leben, sich zugehörig, wertgeschätzt und sicher fühlen können.

08:30 Uhr - Beginn und Markt der Möglichkeiten
09:00 Uhr - Gemeinsamer Austausch in Foren
11:00 Uhr - Keynote und Plenumsdiskussion - „Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken“

  • Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Prof. Dr. Hacı-Halil Uslucan, Universität Duisburg-Essen, Direktor des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung
  • Mariam Lau, Korrespondentin in der Hauptstadtredaktion, DIE ZEIT

13:00 Uhr - Abschlussstatement von Staatsministerin Annette Widmann-Mauz