Integrationsbeauftragte

Bundeskonferenz 2020

„In Vielfalt vereint: Zukunft in Deutschland“

Am 21. und 22. September 2020 findet die Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen statt.

Logo der Bundeskonferenz „In Vielfalt vereint: Zukunft in Deutschland“, das Thema der diesjährigen Tagung Quelle: Integrationsbeauftragte

Auch dieses Jahr hat Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die Integrationsbeauftragten der Länder und Kommunen zur jährlich stattfindenden Bundeskonferzenz eingeladen.

In Vielfalt vereint

Die Tagung findet am 21. und 22. September 2020 unter dem Titel „In Vielfalt vereint: Zukunft in Deutschland“ statt. Die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in unterschiedlichen Formaten über integrationspolitische Fragen und Lösungsansätze in Kommunen und Bundesländern beraten.

Gesprächsforen

Wichtiger Bestandteil der Bundeskonferenzen der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen sind die Foren. Sie bieten Gelegenheit zum Austausch über konkrete Einzelfragen der Integration.

2020 werden folgende Foren angeboten:

Arbeitsmarktintegration und Kooperationen im Kontext eines kommunalen Netzwerkverbundes
Voraussetzungen für eine qualitative und quantitative Integration in den Arbeitsmarkt sind gute strukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen. Dabei ist die Gesamtheit der Arbeitsmarktmaßnahmen, der Bildungsangebote, der zentralen Beratungsangebote, der Projekte und der Akteurinnen und Akteure der Migrationsarbeit zu betrachten. Wie dies umgesetzt werden kann, zeigt ein zentraler Netzwerkverbund zwischen Agentur für Arbeit, Jobcenter und Stadtverwaltung.
In dem Forum werden Beauftragte des Netzwerks an praktischen Beispielen unter Beachtung eigener spezifischer Koordinierungs- und Steuerungsaufgaben darstellen, welche Verknüpfungen möglich sind bzw. welche Synergieeffekte sich zwischen Arbeitgeberseite, Arbeitnehmerseite, Akteurinnen und Akteuren der Migrationsarbeit und Verwaltung ergeben können.

Die Deutsche Einheit aus der Perspektive von Zugewanderten
Mit dem 30. Jahrestag der Deutschen Einheit wird ein neues Kapitel der Erinnerungskultur in Ost wie West aufgeschlagen. Das Jubiläum ist für Migrantinnen und Migranten auch eine Chance, ihre Perspektive stärker in den Vordergrund zu rücken. Das Leben von Migrantinnen und Migranten in der DDR und ihre Erfahrungen in der Wendezeit wurden bislang kaum beachtet, obwohl sie von den sozialen und strukturellen Umbrüchen ebenfalls stark betroffen waren. Während das Bild der 1990er Jahre von sozialen Strukturbrüchen, aber auch von fremdenfeindlichen Übergriffen dominiert wurde, haben sich mittlerweile an vielen Orten in Ostdeutschland lebendige migrantische Communities entwickelt, die sich in das gesellschaftliche Leben einbringen. Dabei werden vereinfachte Bilder „dem Osten“ immer weniger gerecht.
In diesem Forum soll Differenzierungen Raum gegeben und zur Sichtbarkeit der Biografien der Zugewanderten beigetragen werden.

Chancen und Potenziale bei der Förderung der Erwerbstätigkeit von Migrantinnen
Tag 1: Eine erfolgreiche Integration von Frauen mit Migrations- und Fluchtgeschichte setzt voraus, dass sie als gesellschaftlicher Erfolgsfaktor akzeptiert und anerkannt werden. Frauen sind als Vorbilder für neue Lebensentwürfe sowohl im familiären, als auch im gesellschaftlichen Kontext von besonderer Bedeutung
In diesem Forum soll der Blick auf migrantische Unternehmerinnen gerichtet werden. Expertinnen diskutieren mit Ihnen die Chancen und Herausforderungen, aber auch die Gelingensfaktoren von istenzgründungen und Unternehmertum.
Tag 2: Viele Frauen möchten gern aktiv werden, um auf dem Arbeits- oder Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen. Ob sie das auch umsetzen können, hängt oft davon ab, ob die Betreuung ihrer Kinder sichergestellt ist. Ohne die Gewissheit, dass Kinder gut untergebracht sind, fehlen die Ruhe und die Konzentration auf Bildung und Arbeit. Leider reicht das Regelangebot vielerorts nicht, um diesen Bedarf zu decken.
In diesem Forum soll aufgezeigt werden, welche Alternativen und Lösungen Träger und Projekte regional entwickelt haben, um Müttern den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ebnen. Die Diskussion findet im Fishbowl-Format statt.

Bekämpfung und Prävention von Rechtsextremismus
Demokratieförderung und die Bekämpfung und Prävention von Rechtsextremismus sind Daueraufgaben. Was viele Engagierte tagtäglich vor Ort für Demokratie, gegen Hass und Gewalt leisten, braucht Unterstützung. Diese gelingt dann noch besser, wenn klar ist, dass Projekte kontinuierlich und verlässlich ausgestattet und unterstützt werden können. Dass die Stärkung der Präventionsarbeit Teil des Maßnahmenkatalogs der Bundesregierung ist, zeigt ihre Bedeutung. Denn Sicherheit und Prävention sind zwei Seiten einer Medaille. Das ist ein wichtiges Signal in die Gesellschaft und an die Engagierten.
Das Forum stellt verschiedene Projekte vor, die sich mit Demokratieförderung, Bekämpfung und Prävention von Rechtsextremismus beschäftigen.

Digitale Medien in der kommunalen Integrationsarbeit
In dem Forum werden die Möglichkeiten zur Nutzung von sozialen und digitalen Medien in der kommunalen Integrationsarbeit gemeinsam erarbeitet. Wie können soziale Medien eingesetzt, wie Zielgruppen in der Kommune angesprochen werden? Wie können Integrationsbeauftragte diese Möglichkeiten nutzen? Wie können vorhandene digitale Informations- und Beratungsangebote wie Handbook Germany und MB 4.0 auf kommunaler Ebene genutzt werden? Anhand von kommunalen Beispielen werden Erfahrungen ausgetauscht und Möglichkeiten und Grenzen digitaler Integrationsarbeit aufgezeigt.
Das Forum wird ergänzt durch eine praktische Anleitung zum Einsatz von Social Media für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Foyer der Konferenz.

Kollegiale Beratung im World-Café-Format
Im World Café-Format haben Sie die Möglichkeit, sich in Kleingruppen praxisorientiert und auf kollegialer Ebene miteinander zu unterschiedlichen Themen austauschen. Die jeweils von Tisch-Paten moderierten Themen sind:
Tisch 1: Gesellschaftliche Aspekte der Fachkräftezuwanderung
Tisch 2: Integrationskonzept von Land und Kommunen als Beitrag zur Gestaltung des interkulturellen Miteinanders
Tisch 3: Erfahrungen mit der Einbürgerungspraxis und Verbesserungsvorschläge
Tisch 4: Praxisprobleme bei der interkulturellen Öffnung der Verwaltung/ der Erstellung und der Implantierung von Diversitätskonzepten
Tisch 5: Integrationsarbeit in ländlichen Räumen
Tisch 6: Entwicklung eines Leitbildes zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in weltoffenen Kommunen