Integrationsbeauftragte

Widmann-Mauz: „Integration ist eine Daueraufgabe“

Integrationsstaatsministerin trifft Geflüchtete und Ehrenamtliche zum Gespräch

Staatsministerin Widmann-Mauz im Gespräch Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz traf Geflüchtete Quelle: Integrationsbeauftragte / Coddou

Deutschland hat in den vergangenen fünf Jahren über einer Million Menschen Schutz gewährt. Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz traf Geflüchtete, um über Erfahrungen und Herausforderungen bei der Integration in Deutschland zu sprechen. In einer Videokonferenz tauschte sich  die Integrationsstaatsministerin mit Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland aus, die sich seit vielen Jahren für Geflüchtete stark machen. 

Weiter fordern und fördern

Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz: „Deutschland hat bei der Integration vieles gut gemeistert, auch dank der vielen tausenden Haupt- und Ehrenamtlichen, Unternehmerinnen und Unternehmern, die vor Ort dafür gesorgt haben, dass Geflüchtete Fuß fassen können, eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz erhalten. Viele Geflüchtete haben in den letzten fünf Jahren große Integrationsschritte gemacht – beim Deutschlernen, in der Schule, bei der Ausbildung, am Arbeitsmarkt. Aber Integration ist eine Dauer-aufgabe. Wir müssen sie weiter fordern und fördern, vom ersten Tag an.“

Erfolgsgeschichten

Annette Widmann Mauz in einer Gesprächsrunde mit Geflüchteten „Deutschland hat bei der Integration vieles gut gemeistert“ Quelle: Integrationsbeauftragte / Coddou

Unter den Gesprächspartnern ist ein junger syrischer Abiturient, der 2015 in eine der ersten Willkommensklassen in Berlin kam. Er hat 2020 sein Abitur geschafft und wird ab Herbst Lehramt an der Humboldt Universität Berlin studieren. Wie er haben in den letzten fünf Jahren 130.000 Geflüchtete den Weg ins deutsche Schulsystem gefunden.

Andere Geflüchtete haben in Deutschland den Einstieg ins Berufsleben geschafft: Eine afghanische Mutter dreier Kinder, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Sprachkurse als Kindergartenhelferin gearbeitet hat und nun ihre Ausbildung zur Erzieherin macht. Eine iranische Fahrlehrerin, die sich gerade zur Busfahrerin weiterbildet. Oder ein junger Syrer, der mittlerweile als CEO-Manager in einem Unternehmen arbeitet.

Jeder zweite in Arbeit

Seit 2015 hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Auszubildenden mit Fluchthintergrund verachtfacht. Und mehr als 350.000 Menschen, die als Flüchtlinge kamen, arbeiten jetzt in einem sozialversicherungspflichtigen Job. Damit hat jede und jeder zweite Geflüchtete (49 Prozent) seit 2015, eine Arbeit in Deutschland gefunden. 

Jeder zweite ehrenamtlich tätig

Staatsministerin Widmann-Mauz lud per Videokonferenz 40 Ehrenamtliche zum Gespräch ein, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind.
Integrationsstaatsministerin Widmann-Mauz: „In den letzten fünf Jahren hat sich jede und jeder zweite in Deutschland in irgendeiner Form für Geflüchtete engagiert. Das ist ein überwältigendes Zeichen der Solidarität in unserem Land. Seit 2015 haben rund 1,15 Millionen Menschen einen Integrationskurs durchlaufen, etliche Geflüchtete haben einen Job gefunden. Hinter dieser Bilanz steht die Kraft des Ehrenamts.“

Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration unterstützt dieses ehrenamtliche Engagement mit Förderprojekten

Dienstag, 08. September 2020