Integrationsbeauftragte

Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung

Widmann-Mauz: „Wir brauchen eine Kultur des Widerspruchs!“

Fachgespräch im Bundeskanzleramt über Diskriminierung und Rassismus

Staatsministerin Widmann-Mauz mit Ali Can Staatsministerin Widmann-Mauz mit Ali Can Staatsministerin Widmann-Mauz mit Ali Can Quelle: Integrationsbeauftragte / Plambeck

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, hat heute Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Beratungsstellen und Migrantenorganisationen sowie den Initiator der #MeTwo-Debatte, Ali Can, an einen Tisch geholt. Sie haben darüber beraten, was in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gegen Rassismus und Diskriminierung getan werden muss.

"Entschlossen gegen Rassismus und Diskriminierung vorangehen"

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz: „Wir brauchen eine Kultur des Widerspruchs, wenn Menschen diskriminiert und abgewertet werden. Deshalb ist es wichtig, in allen Bereichen der Gesellschaft entschlossen gegen Rassismus und Diskriminierung voranzugehen.“

#MeTwo: Viele Erfahrungen aus Bildungsbereich

Viele Diskriminierungserfahrungen, die unter dem Hashtag „MeTwo“ auf Twitter geteilt wurden, spielten sich im Bildungsbereich ab. Auch wissenschaftliche Studien deuten immer wieder auf Benachteiligungen hin: Bei gleichen schulischen Leistungen erhalten Kinder mit Migrationshintergrund deutlich seltener eine Gymnasialempfehlung als andere Kinder. Sie bekommen trotz gleicher Fähigkeiten schlechtere Noten und haben in Bewerbungsverfahren geringere Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Dies war ein Schwerpunkt des Fachgesprächs.

Projekt ADAS - Beratungsstelle für Diskriminierungsfragen

Zur Veranschaulichung bestehender struktureller Diskriminierungen in der Schule berichtete Aliyeh Yegane Arani aus den Erfahrungen im Projekt „ADAS – Antidiskriminierung und Diversity an Schulen“. ADAS ist eine Anlauf- und Beratungsstelle für Diskriminierungsfragen in Berlin. Sie unterstützt Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und alle Schulbeschäftigten, die im Schulalltag Diskriminierung erfahren haben.

Lehrerinnen und Lehrern den Rücken stärken

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz setzt sich dafür ein, interkulturelle Kompetenzen im Schulalltag und in der Lehrerausbildung zu verankern und Lehrerinnen und Lehrern im Umgang mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen den Rücken zu stärken. Wichtig ist zudem, darauf hinzuwirken, dass sich Vielfalt mehr als bisher in der öffentlichen Verwaltung widerspiegelt. Bildung und Antidiskriminierung sind zwei zentrale Themenfelder des Nationalen Aktionsplans Integration der Bundesregierung. Die Arbeiten am Aktionsplan gemeinsam mit Ländern, Kommunen, nichtstaatlichen Akteuren und Migrantenorganisationen beginnen jetzt im Herbst.