Integrationsbeauftragte

Sprachförderung

Schlaumäuse fördern das Sprachlernen von Kindern

Die Mäuse Lette und Lingo zeigen auf einer App für Kinder wie man Wörter richtig schreibt, wie Sätze gebildet werden und welche Besonderheiten das Deutsche hat.

Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache Staatsministerin Annette Widmann-Mauz bei der Konferenz "Integration durch Sprachförderung mit Medien" Staatsministerin Annette Widmann-Mauz bei der Konferenz "Integration durch Sprachförderung mit Medien" Quelle: Integrationsbeauftragte

Das Prinzip ist einfach und bewährt: Wer spielerisch mit der Sprache experimentiert, lernt mit ihr umzugehen. In der Lernsoftware Schlaumäuse von Microsoft geht es genau darum. Die Mäuse Lette und Lingo spielen am Ufer des „Redeflusses“ und fischen Buchstaben aus dem „Wörtersee“. Erzieherinnen und Erzieher können per Tablet das Spiel in ihren Kindergartenalltag einbauen, Lehrer und Lehrerinnen benutzen es gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in der Grundschule. Gerade Kinder, die nur im Kindergarten oder in der Schule Deutsch sprechen, können so ihren Wortschatz erweitern und Rechtschreibung lernen.

Sprachkompetenzen früh vermitteln

Die Beauftragte für Migration, Integration und Flüchtlinge, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz begrüßte die Bildungsinitiative, die Kinder an die deutsche Sprache heranführen soll: „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sprache ist dabei der Grundstein für eine gelungene Integration und ebnet den Weg für gesellschaftliche Teilhabe. Unser Ziel ist es, Sprachkompetenzen früh zu fördern.“

Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache Kinder testen die Lernsoftware Schlaumäuse - mit Staatsministerin Annette Widmann-Mauz und Astrid Aupperle (Microsoft) Kinder testen die Lernsoftware Schlaumäuse - mit Staatsministerin Annette Widmann-Mauz und Astrid Aupperle (Microsoft) Quelle: Integrationsbeauftragte

Kinder mit Fluchtgeschichte jetzt auch eine Zielgruppe

Im April 2018 ist auch der Paritätische Gesamtverband Kooperationspartner mit der Schlaumäuse-Bildungsinitiative geworden. In den Einrichtungen des Wohlfahrtsverbandes können Kinder im Vor- und Grundschulalter ihre Sprach- und Medienkompetenz zusätzlich stärken. Die aktuelle Version der App der Schlaumäuse geht auch auf die Bedürfnisse von Kindern mit Fluchthintergrund ein und verfügt über zusätzliche Anleitungstexte in Englisch, Französisch und Arabisch. Zielgruppe sind unter anderem die rund 158.000 Kinder unter sechs Jahren, für die 2016 und 2017 ein Asylantrag gestellt wurde. Damit wurde für Kleinkinder ein Viertel aller Asylanträge in Deutschland gestellt.

2018 werden zunächst 60 Einrichtungen des Paritätischen bei der Bildungsinitiative mitmachen. Langfristig sollen 100.000 Kinder mit, aber auch ohne Migrations- oder Fluchthintergrund von den Schlaumäusen profitieren.

Seit 2003 sind die Schlaumäuse in mehr als 15.000 Kindertagesstätten und Schulen unterwegs, um spielerisch die frühkindliche Sprachförderung von Kindern mit und ohne Migrations- oder Fluchthintergrund zu unterstützen. Die Pädagogen werden für den Einsatz mit der Lernsoftware geschult, die Initiative wissenschaftlich durch die Universität Erfurt begleitet.