Integrationsbeauftragte

Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer

Widmann-Mauz: „Faire Arbeitsbedingungen nachhaltig sichern“

Staatsministerin eröffnet Konferenz zur Arbeitsmarktintegration von Beschäftigten aus anderen EU-Ländern.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Wohlstand in Deutschland bei. Sie werden als Fachkräfte dringend gebraucht und sind aus vielen Branchen nicht wegzudenken. Immer wichtiger wird es daher, nachhaltig gute Arbeitsbedingungen für EU-Arbeitskräfte zu sichern. Eine Konferenz der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer mit Staatsministerin für Integration, Annette Widmann-Mauz, beriet am 25. November 2019 darüber, wie die Arbeitnehmerfreizügigkeit unter fairen Arbeitsbedingungen noch besser umgesetzt werden kann.

Deutschland muss dauerhaft attraktiv für Fachkräfte aus der EU bleiben 

Staatsministerin für Integration, Annette Widmann-Mauz sagte: „Mit weit über einer Million Menschen sind EU-Bürgerinnen und Bürger die mit Abstand größte Einwanderer-Gruppe in unserem Land. Als Arbeitskräfte sind sie unentbehrlich und halten den Wachstumsmotor am Laufen. Wir sind daher gut beraten, dafür zu sorgen, dass Deutschland dauerhaft attraktiv für Fachkräfte aus der EU bleibt. Dazu gehört, dass wir Arbeitsausbeutung bekämpfen, Diskriminierung vorbeugen und Beschäftigte aus anderen EU-Ländern dabei unterstützen, eine ihrer Ausbildung angemessene Arbeit zu finden.“

EU-Beschäftigte: „unverzichtbar und unsichtbar“

Geprächsrunde auf der Bühne vor Publikum Podiumsdiskussion mit Experten Quelle: Integrationsbeauftragte / Pritzkuleit

Nach der Eröffnung durch Staatsministerin Widmann-Mauz hielt Dr. Carola Burkert vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) einen Impulsvortrag. Ihre Botschaft: EU-Arbeitnehmerinnen und –Arbeitnehmer sind „unverzichtbar und unsichtbar“. Ihre Bedeutung könne besonders in der Gastronomie, der Pflege- und der Baubranche kaum unterschätzt werden, dennoch werde ihnen, auch in den Medien, bislang noch recht wenig Beachtung geschenkt. An der sich anschließenden Diskussion beteiligten sich Expertinnen und Experten des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverbände und vom Deutschen Gewerkschaftsbund.

Konkrete Schritte zur besseren Arbeitsmarktintegration 

In Workshops diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz konkrete Schritte, die bei der Arbeitsmarktintegration von EU-Bürgerinnen und Bürgern helfen können. So hat die Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer im Arbeitsstab der Staatsministerin für Integration mit der Bundesagentur für Arbeit ein gemeinsames Projekt gestartet, um Unionsbürgerinnen und -bürger im Kontakt mit Jobcentern zu unterstützen. Mit konkreten Fallbeispielen werden Hürden identifiziert, die ihnen im Weg stehen, wenn sie ihre Rechte gegenüber der Arbeitsverwaltung einfordern möchten.  Ziel ist außerdem, dass die Agenturen noch stärker darauf achten, dass EU-Bürgerinnen und -bürger ihrer Qualifikation entsprechend beschäftigt werden.

Weitere Workshop-Themen waren Neuerungen bei der Bekämpfung von Arbeitsausbeutung durch das im Juli 2019 in Kraft getretene Gesetz gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsmissbrauch. Darüber hinaus ging es um europäische Initiativen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Beschäftigte, die die Arbeitnehmerfreizügigkeit nutzen. 

Durchgeführt wurde die Konferenz von der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer. Sie informiert Unionsbürger zu allen Fragen des Aufenthaltes, der Arbeitsaufnahme, Gesundheitsversorgung und Bildung.

Montag, 25. November 2019