Integrationsbeauftragte

Widmann-Mauz: Brauchen Integrationsoffensive für Frauen

Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt

Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt Quelle: BPA Bergmann

„Geflüchtete Frauen brauchen eine schnellere Anerkennung ihrer Qualifikationen und bessere Möglichkeiten, in den Arbeitsmarkt einzusteigen“, forderte Staatsministerin Annette Widmann-Mauz beim Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt.

Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hatte Widmann-Mauz  am 1. Oktober 2019 Verbände und gesellschaftliche Gruppen eingeladen, die sich in der Flüchtlingsaufnahme engagieren. Im Mittelpunkt standen der gesellschaftliche Zusammenhalt, Integration auf dem Arbeitsmarkt und die Unterstützung von Frauen bei der Integration.

Widmann-Mauz will Frauen stärker fördern

„Wir brauchen eine Integrationsoffensive für Frauen, denn sie haben es auf dem Arbeitsmarkt häufig schwerer als Männer und nehmen seltener an Integrationsangeboten teil“, fasste Widmann-Mauz die Situation zusammen. Entscheidend seien aber auch ausreichend Betreuungsangebote für Kinder von Geflüchteten, um den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Arbeit als wichtiger Integrationstreiber

Die Teilhabe am Arbeitsmarkt ist der tragende Faktor für gesellschaftliche Zugehörigkeit. Sie bringt Normalität und Perspektive, fördert soziale Kontakte und Wertschätzung und stärkt das Selbstwertgefühl. Integration kann nur gelingen, wenn sich der Arbeitsmarkt für alle öffnet und gleiche Teilhabechancen bietet. Die Integrationsbeauftragte setzt sich deshalb für Integration durch Arbeit ein. Dafür arbeitet sie auch eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Eine gemeinsame Kooperation zielt darauf ab, Menschen mit Einwanderungsgeschichte den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Projekte zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Einen weiteren Schwerpunkt  setzte der Flüchtlingsgipfel bei der Frage, wie der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden kann.  Die Staatsministerin für Integration unterstützt Projekte, die auf Dialog, Verständigung, Gewaltprävention und mehr Miteinander statt Gegeneinander setzen.  Im Projekt GeT AKTIV können Geflüchtete beispielsweise, aufbauend auf den Integrationskursen, ihr Demokratie-Wissen vertiefen und werden ermutigt, dieses Wissen weiter zu tragen.   

An dem Treffen im Bundeskanzleramt nahmen auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, Bundesinnenminister Horst Seehofer und Kulturstaatsministerin Monika Grütters teil. Unter den Beteiligten in der Flüchtlingshilfe, aktiven Verbänden und Gruppen waren unter anderen der Deutsche Caritasverband, die Diakonie Deutschland, die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, das Deutsche Rote Kreuz, der AWO Bundesverband, die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege und der Paritätische Wohlfahrtsverband.