Mit Strategie zum Integrationserfolg

Integration in Corona-Zeiten Mit Strategie zum Integrationserfolg

Integrationspolitik zielt darauf, das Zusammenwachsen als Gesellschaft zu fördern und Zugehörigkeit und Zusammenhalt dauerhaft zu festigen. Damit dies gelingt, müssen Integrationsprozesse analysiert, Integrationsangebote auf den Prüfstand gestellt und gute Angebote in die Fläche getragen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatsministerin Annette Widmann-Mauz in einer Videokonferenz

Beim Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin wurde der Nationale Aktionsplan Integration beschlossen.

Foto: Bundesregierung/Sandra Steins

Der Nationale Aktionsplan Integration ist der strategische, integrationspolitische Ansatz für die 2020er Jahre. Mit mehr als 100 konkreten Maßnahmen für Integration auf allen Ebenen, in jedem Lebensbereich und für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Im Fokus: Maßnahmen in fünf Phasen der Integration, die alle Frauen, Männer und Kinder auf ihrem Lebensweg stärken können. Mit Sprachelernen, Wertevermittlung und frühkindlicher Bildung von Anfang an, mit guten Wegen in Ausbildung und Arbeitsmarkt oder Engagementförderung vor Ort.

Mit 300 Partnern für eine bessere Integration

Über 300 Partnerinnen und Partner aus Bund, Ländern, Kommunen und Zivilgesellschaft haben den Aktionsplan im Schulterschluss erarbeitet, darunter 75 Migrantenorganisationen. Die Integrationsbeauftragte steuerte den Prozess seit Juni 2018 bis zum Abschluss im März 2021. Die mehr als 100 konkreten Maßnahmen befinden sich nun in der Umsetzung oder wurden bereits umgesetzt.

Fachkommission Integrationsfähigkeit: Impulse für die Politik

Ergänzend sind in der 19. Legislaturperiode 250 konkrete Empfehlungen der unabhängigen Fachkommission zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit vorgelegt worden: In mehr als 20 unterschiedlichen Gesellschaftsfeldern sind sie Impuls für die weitere Integrationspolitik. Die Empfehlungen sollen auch in der neuen Legislaturperiode Beachtung finden.

Die Bundesregierung hatte 25 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in die unabhängige Kommission berufen, die nach zwei Jahren Arbeit ihren Bericht im Januar 2021 übergeben hat. Eine Empfehlung ist zum Beispiel, mehr Frauen und Männer für die Einbürgerung zu gewinnen, wenn sie die Voraussetzungen dafür erfüllen. Dieses Ziel flankiert die Integrationsbeauftragte auch mit Informationen zum Thema Einbürgerung. Auf der Webseite können sich alle niedrigschwellig und schnell über den Weg zur Einbürgerung informieren.

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz mit Bundesminister Hubertus Heil und anderen Partner:innen

Über 300 Partnerinnen und Partner aus Bund, Ländern, Kommunen und Zivilgesellschaft haben den Aktionsplan erarbeitet

Foto: Integrationsbeauftragte

Integrationsbericht: Trends und Entwicklungen sichtbar machen

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz präsentiert den 12. Integrationsbericht

Der Integrationsbericht identifiziert die wichtigsten integrationspolitischen Entwicklungen und skizziert zentrale Herausforderungen und Handlungsfelder

Foto: Integrationsbeauftragte / Pritzkuleit

Der 12. Integrationsbericht ist eine relevante Grundlage auch für politische Entscheidungen. Der Integrationsbericht wird alle zwei Jahre auf Grundlage des Aufenthaltsgesetzes dem Deutschen Bundestag übergeben (§ 94 Abs. 2 AufenthG). Der Bericht identifiziert die wichtigsten integrationspolitischen Entwicklungen und skizziert zentrale Herausforderungen und Handlungsfelder. Einen Schwerpunkt legt der 12. Integrationsbericht auf den Bildungsbereich und die Förderung von Frauen mit familiärer Einwanderungsgeschichte.

Integrationsmonitoring

Das Integrationsmonitoring komplettiert eine strategische Integrationspolitik. Mit dem Monitoring werden erstmals die Prozesse der Integration indikatorengestützt über einen längeren Zeitverlauf wissenschaftlich analysiert. Damit ist eine transparente und systematische Bestandsaufnahme über die Wirksamkeit von Integrationsmaßnahmen auch künftig möglich.