Integrationsbericht: Potenziale fördern, Integration fordern, Zusammenhalt stärken

Die wichtigsten Zahlen und Fakten Integrationsbericht: Potenziale fördern, Integration fordern, Zusammenhalt stärken

Wie steht es um die Integration in Deutschland? Der Bericht zeigt alle zwei Jahre, in welchen Bereichen Fortschritte erzielt wurden und wo nachgesteuert werden muss. 

Integrationsbeauftragte mit dem Lagebericht

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz

Foto: IntB / Pritzkuleit

Der 12. Integrationsbericht legt einen Schwerpunkt auf den Bildungsbereich und die Förderung von Frauen mit familiärer Einwanderungsgeschichte. Mit der Vorstellung des Berichts im Dezember 2019 zog Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz ein überwiegend positives Bild, mahnte aber zugleich auch Verbesserungen vor allem im Bildungsbereich an.

 „Wenn wir uns die Zahlen anschauen, wie sich die Herkunft der Kinder auf ihre Zukunft auswirkt, stellen wir fest, dass die soziale Herkunft den späteren Erfolg in Schule und Beruf bestimmen“, so Widmann-Mauz. Sie forderte eine bessere Sprachförderung und verpflichtende Sprachtests für Kinder vor der Einschulung.

Frauen wichtiger Baustein für Integration

Weil Frauen oft diejenigen sind, die Rollenbilder, Werte und Normen in ihren Familien und ihrem Umfeld vermitteln und kommende Generationen prägen, sind sie wichtiger Motor für eine gelingende Integration. Frauen mit familiärer Einwanderungsgeschichte benötigten noch mehr Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Denn die Quoten bei gut ausgebildeten Einwanderinnen liegen deutlich unter denen einheimischer Frauen. "Fast jede zweite arbeitslose Frau hat eine familiäre Einwanderungsgeschichte", zog Widmann-Mauz Bilanz.

Um Frauen und Müttern die Teilnahme an Integrationskursen und anderen Bildungs- und Arbeitsmarktförderungsmaßnahmen zu ermöglichen, fordert die Beauftragte daher eine bedarfsorientierte Kinderbetreuung und psychosoziale Begleitung. Auch eine gezielte Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt, zum Beispiel durch besseren Zugang zu Beratung und Arbeitsvermittlung, sei von zentraler Bedeutung. Dafür hat die Beauftragte mit der Bundesagentur für Arbeit eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Trennung zwischen „Wir“ und „Ihr“ aufheben – auch sprachlich

Der Integrationsbericht zeigt deutlich: Vielfalt ist Normalität. Rund ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland (25,5 Prozent) hat eine familiäre Einwanderungsgeschichte. Von diesen knapp 21 Millionen Menschen hatten 2018 mehr als die Hälfte (52 Prozent) den deutschen Pass.

Die Trennung zwischen Menschen „mit familiärer Einwanderungsgeschichte“ und Menschen „ohne familiäre Einwanderungsgeschichte“ entspricht nicht mehr unserer gelebten Wirklichkeit. Zum einen fühlen sich Personen, deren Eltern eingewandert sind, genauso „deutsch“. Zum anderen wird die Gruppe der Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte immer heterogener.

Weitere Fakten aus dem Integrationsbericht erhalten Sie unten. Den gesamten Bericht sowie eine Kurzversion können Sie herunterladen.

Strukturdaten

Zum Begriff familiäre EinwanderungsgeschichteÖffnenMinimieren
Zahlen zur familiären EinwanderungsgeschichteÖffnenMinimieren
Familiäre Einwanderungsgeschichte nach BundesländernÖffnenMinimieren
EinwanderungÖffnenMinimieren

Bildung als Schlüssel für Integration

AllgemeinesÖffnenMinimieren
Frühkindliche BildungÖffnenMinimieren
GrundschuleÖffnenMinimieren
Weiterführende SchulenÖffnenMinimieren
SchulabschlüsseÖffnenMinimieren
Diskriminierung an SchulenÖffnenMinimieren
Forderungen der IntegrationsbeauftragtenÖffnenMinimieren

Ausbildung und Arbeit – Potenziale nutzen

AusbildungÖffnenMinimieren
Arbeit ÖffnenMinimieren
SpracheÖffnenMinimieren

Ohne Frauen kann Integration nicht gelingen Kriminalität entschlossen bekämpfen

AllgemeinesÖffnenMinimieren
ErwerbstätigkeitÖffnenMinimieren
Vorhaben der IntegrationsbeauftragtenÖffnenMinimieren

Kriminalität entschlossen bekämpfen

AllgemeinesÖffnenMinimieren
Umgang mit StraftatenÖffnenMinimieren