Integration von Anfang an fordern und fördern

Integration in Corona-Zeiten Integration von Anfang an fordern und fördern

Unterstützung beim Ankommen und Deutschlernen sind elementar, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und erfolgreich den Weg in Schule, Ausbildung oder Beruf gehen zu können. Das muss von Anfang an gefordert und gefördert werden.

Staatsministerin im Gespräch

Erwartungen steuern und Zuwanderung gestalten: Staatsministerin Annette Widmann-Mauz zu Besuch in Nigeria

Foto: Roqan Ojomo

Die Zeit der Corona-Pandemie hat für die Integrations- und Berufssprachkurse große Herausforderungen gebracht: Der gewohnte Präsenzunterricht konnte nicht mehr stattfinden und alle Lerninhalte und Lehrmethoden mussten neu gedacht werden. Die Lernräume und Treffpunkte mussten soweit wie möglich digitalisiert werden.

Besonders wichtig ist deshalb eine Digitaloffensive bei allen Maßnahmen, auch bei den Integrationskursen. Dafür hat sich die Integrationsbeauftragte eingesetzt und viele Kurse konnten während der Pandemie digital stattfinden. Auch die Beratungsangebote für Neuzugewanderte liefen und laufen jetzt zunehmend über digitale Kanäle, Chats und Hotlines.

Weiterentwicklung der Integrationskurse

Um Integration tatsächlich von Anfang an, vom ersten Tag an, zu ermöglichen, hat die Integrationsbeauftragte einen 7-Punkte-Plan WORD, 58 KB, nicht barrierefrei entwickelt, der in die Weiterentwicklung und Überarbeitung der Kurse eingeflossen ist. So wurden Alphabetisierungskurse gestärkt, die individuelle Lernfähigkeit der Teilnehmenden und der Übergang zu Berufssprachkursen verbessert oder die Wartezeiten auf einen Kurs verkürzt.

Staatsministerin im Gespräch

Stete Weiterentwicklung von Integrationskursen bleibt wichtig – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie

Foto: Integrationsbeauftragte

Wichtig auch: Für schutzsuchende Menschen, die wegen ihrer unklaren Bleibeperspektive noch keinen Integrationskurs besuchen können, werden Erstorientierungskurse gefördert. Dort werden auch in deutscher Sprache wichtiges Alltagswissen und unsere Werte vermittelt. Sofern später ein Integrationskurs besucht werden kann, bereiten die Kurse für diese eine gute Grundlage.

Vorintegration im Herkunftsland am Beispiel Nigeria

Erfolgreiche Integration kann und sollte bereits im Herkunftsland beginnen. Das hilft, die eigenen Perspektiven in Deutschland richtig einzuschätzen und trägt auch dazu bei, Migration besser zu steuern. Mit dem Nationalen Aktionsplan Integration hat die Integrationsbeauftragte den strategischen Grundstein für Angebote zur Vorintegration gelegt. Der Aktionsplan umfasst alle Maßnahmen, die schon im Herkunftsland begonnen werden können – vom Spracherwerb bis zur Berufsausbildung. Von einer erfolgreichen Vorintegration profitieren alle.

 

Staatsministerin im Gespräch

Integration beginnt mit der Sprache: Teilnehmerin und Teilnehmer eines Deutschkurses im Goethe Institut in Lagos/Nigeria mit Staatsministerin Widmann-Mauz

Foto: Roqan Ojomo

In Nigeria hat die Integrationsbeauftragte gute Beispiele der Vorintegration besucht und es zeigte sich: Wenn Sprachförderung, berufliche Qualifikation und Kooperationen ineinandergreifen, kann Integration bereits im Herkunftsland beginnen.