Frauen in den Fokus

Integration in Corona-Zeiten Frauen in den Fokus

Nur mit Frauen gelingt Integration. Die Integrationsbeauftragte macht sich deshalb dafür stark, die Teilhabe von Frauen zu verbessern und sie beim Einstieg in den Arbeitsmarkt gezielt zu unterstützen. 

Eine Frau arbeitet an einer Kreissäge

Eingewanderte oder geflüchtete Frauen und Mädchen stärken

Foto: Integrationsbeauftragte / Coddou

Eingewanderte Frauen sind oft der Bezugs- und Orientierungspunkt in ihren Familien. Sie haben Vorbildfunktion für ihre Kinder und eine entscheidende Rolle für die Integration der ganzen Familie. Viele eingewanderte oder geflüchtete Frauen wollen auch am Arbeitsmarkt ihren Weg gehen. Aber im Vergleich zu Männern gelingt es ihnen seltener, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen – selbst bei gleicher Qualifikation.

Die Integrationsbeauftragte legt deshalb einen Fokus auf Frauen. Dazu hat sie beispielsweise mit der Bundesagentur für Arbeit ein Beratungsprojekt in den sozialen Medien etabliert (Projekt Fem.OS: „Aufsuchendes Orientierungs- und Beratungs-System in den sozialen Medien für Migrantinnen“). Es berät Frauen aus Staaten außerhalb der EU aufsuchend und mehrsprachig. Die Schwerpunkte der Beratungsarbeit liegen auf der Arbeitsmarktintegration und der Hilfestellung bei frauen- und familienspezifischen Themen. Mit den Beraterinnen können eingewanderte Frauen in den sozialen Medien alle Fragen zum Leben und Arbeiten in Deutschland in ihrer Muttersprache klären.

Gruppenbild der Beraterinnen von FemOS

Mit den Beraterinnen von Fem.OS können Frauen in den sozialen Medien alle Fragen zum Leben und Arbeiten in Deutschland klären

Foto: Integrationsbeauftragte / Coddou

Kinderbetreuung in Integrationskursen

Wichtig ist auch ein guter Zugang zu Betreuungseinrichtungen für Kinder, damit ihre Mütter Integrations-, Bildungs- oder Arbeitsmarktangebote wahrnehmen können. Darum ist im Nationalen Aktionsplan Integration der Bundesregierung beispielsweise die Fortsetzung des Bundesprogramms „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ mit weiteren 44 Millionen Euro vereinbart worden.

Gewalt vorbeugen: Migrantinnen beraten Migrantinnen

Im Fokus stehen die Frauen auch bei den MUT-MACHERINNEN und der Gewaltprävention mit Migrantinnen für Migrantinnen. Beide Projekte fördert die Integrationsbeauftragte, damit eingewanderte oder geflüchtete Frauen und Mädchen gestärkt werden. Ihnen soll das Ankommen in Deutschland leichter gelingen und sie müssen aktiv und selbstbestimmt ihr Leben, ihren Bildungs- und Berufsweg in die Hand nehmen können, frei von Gewalt.

Selbständigkeit unterstützen, Engagement sichtbar machen

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz mit einer Preisträgerin

Staatsministerin beglückwünscht die Gewinnerin des Nationalen Integrationspreises 2020 Bjeen Alhassan.

Foto: Bundesregierung

Auch als Unternehmerinnen oder Integrationslotsinnen leisten eingewanderte Frauen einen wichtigen Beitrag für unser Land. Die Integrationsbeauftragte arbeitet deshalb mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie daran, dass Frauen ihr Gründungspotenzial für den Weg zum eigenen Unternehmen nutzen. Die Bundesregierung macht das Engagement auch mit dem Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin sichtbar. Die Integrationsbeauftragte richtet den Preis alle zwei Jahre im Bundeskanzleramt aus, 2020 lag der Fokus auf starken Frauen, die ihrerseits Frauen mit Einwanderungsgeschichte stärken.