Integrationsbeauftragte

Die Lage am Ausbildungsmarkt hat sich positiv entwickelt. Für das Ausbildungsjahr 2017/2018 ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 20.400 (+4 Prozent) auf 565.300 gestiegen. 2018/19 lag die Zahl bei rund 572.000 (+1 Prozent).

Vor diesem Hintergrund finden immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete eine Ausbildung. So war am Jahresende 2018 jeder dritte bei der Bundesagentur für Arbeit registrierte Bewerber mit Migrationshintergrund in einer betrieblichen Berufsausbildung – im Vergleich zu knapp der Hälfte der Bewerber ohne Migrationshintergrund.

Laut Statistischem Bundesamt lag die Zahl der Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund 2011 bei rund 6.538.000 und im Jahr 2018 bereits bei 9.155.000. Das ist ein Zuwachs von 2.617.000.
Bei den Erwerbstätigen ohne Migrationshintergrund ist hingegen ein Rückgang zu beobachten: 2011 waren rund 32,4 Millionen erwerbstätig und 2018 noch 31,9 Millionen.

2013 war nur jeder 13. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ein Ausländer. 2018 war es bereits jeder neunte, ein Anstieg von fast 65 Prozent.

Im November 2019 waren laut Bundesagentur für Arbeit bereits 431.000 Personen aus den Asyl-Hauptherkunftsländern in Deutschland beschäftigt - 357.000 davon sozialversicherungspflichtig. Ihre Beschäftigungsquote lag im September 2019 bei knapp 36,3 Prozent.

Die Arbeitslosenquote von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist dreimal höher (12,9 Prozent) als diejenige von Deutschen (4,3%).
2017 betrug die Arbeitslosenquote bei Ausländern 14,6 Prozent gegenüber 4,7 Prozent bei Deutschen.

Ausreichende Sprachkenntnisse sind eine wesentliche und notwendige Voraussetzung für die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt.

Die Beauftragte setzt sich deshalb dafür ein, den Teilnehmerkreis für Integrationskurse und Sprachförderung bei Gestatteten und Geduldeten – sofern ein Arbeitsmarktzugang rechtlich bereits möglich ist – zu erweitern.

Positiv wird bewertet, dass der Zugang zu den Integrationskursen für arbeitsmarktnahe Gestattete durch das Migrationspaket erweitert worden ist.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2005 haben über 2 Millionen Menschen einen Integrationskurs durchlaufen.

Nach der 2015 erfolgten Öffnung der Integrationskurse für Asylsuchende mit guter Bleibeperspektive und bestimmte Geduldete stammten die meisten Kursteilnehmenden aus den fünf Hauptherkunftsstaaten Syrien, Irak, Iran, Somalia und Eritrea.

Die Ergebnisse der Prüfungsteilnehmenden haben sich seit Einführung der Integrationskurse im Jahr 2005 bis zum Jahr 2015 konstant verbessert, ab 2016 ist – im Zuge der Öffnung der Integrationskurse und der damit einhergehenden veränderten Teilnehmerstruktur – eine Verschlechterung bei den B1-Ergebnissen zu verzeichnen.