Integrationsbeauftragte

Widmann-Mauz: „Wir brauchen eine Kultur des Widerspruchs“

Ausgabejahr: 2018
Datum: 17. September 2018

Integrationsbeauftragte lädt zu Fachgespräch über Diskriminierung und Rassismus ein.

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz: „Wir brauchen eine Kultur des Widerspruchs, wenn Menschen diskriminiert und abgewertet werden. Deshalb ist es wichtig, jetzt in allen Bereichen der Gesellschaft entschlossen gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen.“

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, holt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Beratungsstellen und Migrantenorganisationen sowie den Initiator der #MeTwo-Debatte, Ali Can an einen Tisch. Sie beraten darüber, was in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gegen Rassismus und Diskriminierung getan werden muss. Das Gespräch ist Auftakt eines langfristigen Prozesses.

Viele Diskriminierungserfahrungen, die unter dem Hashtag „MeTwo“ auf Twitter geteilt wurden, spielten sich im Bildungsbereich ab. Auch wissenschaftliche Studien deuten immer wieder auf Benachteiligungen hin: Bei gleichen schulischen Leistungen erhalten Kinder mit Migrationshintergrund deutlich seltener eine Gymnasialempfehlung als andere Kinder. Sie bekommen trotz gleicher Fähigkeiten schlechtere Noten und haben in Bewerbungsverfahren geringere Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Dies bildet einen Schwerpunkt des heutigen Fachgesprächs.

Die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz macht sich dafür stark, interkulturelle Kompetenzen im Schulalltag und in der Lehrerausbildung zu verankern und Lehrerinnen und Lehrern im Umgang mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen den Rücken zu stärken. Wichtig ist zudem, darauf hinzuwirken, dass sich Vielfalt stärker in der öffentlichen Verwaltung widerspiegelt. Bildung und Antidiskriminierung sind zwei zentrale Themenfelder des Nationalen Aktionsplans Integration der Bundesregierung.

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