Integrationsbeauftragte

„Vielfalt: Herausforderung und Chance für unser Land“

Ausgabejahr: 2019
Datum: 20. Mai 2019

Unter dem Titel „Vielfalt: Herausforderung und Chance für unser Land“ findet am 20. und 21. Mai 2019 in Ulm die Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen statt.

Die Staatsministerin für Integration und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, betont: 
„Integration ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Damit Integration gelingt, müssen wir Menschen, die zu uns kommen, Sprache und Werte von Anfang an vermitteln. Dazu gehört der Zugang zu guten Sprach- und Integrationskursen, zugleich müssen wir die Arbeitsmarktintegration weiter vorantreiben. Mit dem Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz und der Beschäftigungsduldung sind wir auf dem richtigen Weg. Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass besonders Frauen mit Einwanderungsgeschichte noch besser beruflich und gesellschaftlich Fuß fassen können. Denn Frauen sind wichtige Motoren der Integration für die ganze Familie. Um alle diese Punkte wird es heute und morgen auf der Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten gehen – denn Integration findet vor Ort statt. Ich freue mich auf den Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus den Kommunen und Ländern.“

Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, sagt:
„Vielfalt ist unsere Stärke, das beweisen wir in Baden-Württemberg Tag für Tag. Unsere heutige Vielfalt ist das Ergebnis von Tausenden von Jahren der Bevölkerungsausbreitung, Migration und Vermischung. Damit alle die Vorteile von Vielfalt erkennen können, bleibt allerdings noch einiges zu tun. Wir entscheiden, wie wir zusammenleben wollen. Ob wir für den anderen einstehen, achtsam miteinander umgehen, aufeinander aufpassen, kurz: ob wir zusammenhalten wollen. Integration schafft Zusammenhalt. Und Integration ist ein langfristiger Prozess – wir dürfen sie nicht auf die zuletzt Geflüchteten reduzieren. Aber auch hier sind wir auf einem guten Weg, das melden uns auch unsere Kommunen zurück, in denen 220 Integrationsbeauftragte und 1200 Integrationsmanagerinnen und -manager Tag für Tag hervorragende Integrationsarbeit leisten. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und in Erwartung eines wirksamen Einwanderungsgesetzes sehen wir – wie auch die baden-württembergische Wirtschaft – sehr viele Potenziale, die wir zum Vorteil aller Beteiligten zukünftig noch besser ausschöpfen wollen.“

Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, erklärt:
„Deutschland ist Einwanderungsland, das ist Fakt. Auch Ulm ist eine internationale Stadt. Und wir sind stolz darauf. Gutes Zusammenleben und Zusammenhalt aber gibt es nicht einfach so, sondern wir brauchen neue Impulse in der Integrationspolitik. Wir müssen diejenigen stärken, die dafür sorgen, dass alle Menschen in unserem Land dieses Land als Heimat empfinden. Nötig ist, die Fachkräfteeinwanderung positiv zu gestalten, die Qualität der Integrationskurse stetig zu verbessern und die Integration in Bildung und Arbeit weiter voranzutreiben. Integration findet vor Ort statt, in den Städten und Gemeinden. Darum ist es gut, dass auch die Fachleute aus den Kommunen an diesem jährlichen Austausch teilnehmen.“

Die Bundeskonferenz ist das größte Fachforum der Integrationsbeauftragten aus Bund, Ländern und Kommunen. Sie findet auf Einladung der Staatsministerin für Integration jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. 2019 richtet die Beauftragte der Bundesregierung die Bundeskonferenz gemeinsam mit dem Staatsministerium Baden-Württemberg, dem Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg sowie der Stadt Ulm aus. 

In diesem Jahr befassen sich die Teilnehmenden mit den integrationspolitischen Herausforderungen und Lösungsansätzen in ihren Kommunen und Bundesländern. Im Zentrum stehen praktische Fragen wie die Arbeitsmarktintegration speziell von Frauen mit Einwanderungsgeschichte und die Arbeitsbedingungen von EU-Bürgerinnen und -Bürgern. Außerdem werden Praxisbeispiele für gelingende Alltagsintegration in den Kommunen, neue zielgruppenorientierte Beteiligungsformate und Möglichkeiten der Wertevermittlung in der Einwanderungsgesellschaft diskutiert. Unter dem Titel „#vonhier – Identität in der Einwanderungsgesellschaft“ geht es abschließend darum, wie kulturelle Diversität als Normalität sichtbar gemacht werden kann.

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