Integrationsbeauftragte

Bundeskonferenz 2020

„Vielfalt muss Normalität werden“

Staatsministerin Widmann-Mauz richtet digitale Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten aus

Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten BuKo 2020 Digital Staatsministerin Widmann-Mauz eröffnet die Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten, die 2020 nur digital stattfindet Quelle: Integrationsbeauftragte

Videokameras, Regiepult und Laptops statt großer Halle und vollen Räumen. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen fand die Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen in diesem Jahr zum ersten Mal im digitalen Format statt. 

Unter dem Motto „In Vielfalt vereint: Zukunft in Deutschland“ diskutierte Staatsministerin Widmann-Mauz am 21. September 2020 mit ihren Amtskolleginnen und -kollegen sowie Experten aus dem Integrationsbereich. 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland waren dabei. 

„Vielfalt hat Deutschland in Europa und der Welt stark gemacht“, betonte Widmann-Mauz zu Beginn der Veranstaltung. „Im 30. Jahr der Deutschen Einheit ist es höchste Zeit, dass Vielfalt von der Realität zur Normalität wird.“ Dazu gehöre, Integration von Anfang an zu fordern und zu fördern und Probleme, wo sie auftauchen, entschlossen anzugehen. 

Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus im Fokus

In diesem Jahr richtete Annette Widmann-Mauz die Bundeskonferenz 2020 gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Reiner Haseloff, und dem Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), Bernd Wiegand, aus. 

Nach dem antisemitischen und rassistischen Anschlag von Halle vor einem Jahr war ein Schwerpunktthema der diesjährigen Konferenz die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus. „Das ist heute die größte Bedrohung für die Einheit und den Zusammenhalt unseres Landes. Deshalb war es höchste Zeit, dass der Kabinettausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus im Mai gestartet ist. Damit stellen wir dieses Thema in den Mittelpunkt unserer Politik, dauerhaft und auf höchster Ebene“, sagte Widmann-Mauz.  
 
Sie begrüße es, dass bei der Bundeskonferenz auch Projekte zur Demokratieförderung, Bekämpfung und Prävention von Rassismus und Rechtsextremismus ihre Arbeit vorgestellt haben.

Ein weiterer Fokus der Konferenz lag auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere auf der Arbeitsmarkt-Integration von Frauen mit Einwanderungs- oder Fluchtgeschichte. Diskutiert wurde dabei insbesondere die Situation eingewanderter Unternehmerinnen, die mit der Gründung einer Existenz für den eigenen Lebensunterhalt und denjenigen ihrer Beschäftigten sorgen. 

Neue Zielgruppen durch soziale Medien erreichen

Viele Kommunen berichteten bei der Konferenz von ihren Erfahrungen und der Integrationsarbeit im Bereich Social Media. Zielgruppen von Eingewanderten lassen sich auf diesem Wege direkt und schnell erreichen. Der praxisnahe Austausch lieferte neue Erkenntnisse und Denkanstöße.  
Weitere Themenschwerpunkte waren die Deutsche Einheit aus der Perspektive von Zugewanderten, die Vielfalt im öffentlichen Dienst, die Integrationsarbeit in ländlichen Räumen sowie Erfahrungen mit der Einbürgerungspraxis.

Die Bundeskonferenz ist das größte Fachforum der Integrationsbeauftragten aus Bund, Ländern und Kommunen. Sie findet auf Einladung der Staatsministerin für Integration jedes Jahr in Zusammenarbeit mit einem anderen Bundesland und einer Stadt statt. 

Montag, 21. September 2020

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