Integrationsbeauftragte

Integration

Startschuss für den Nationalen Aktionsplan Integration

Integrationsangebote bündeln, ergänzen und weiterentwickeln

Bild vom Integrationsgipfel 2018 Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Zivilgesellschaft und der Migrantenorganisationen beim 10. Integrationsgipfel Quelle: Bundesregierung / Steins

Fordern und fördern

Koordiniert durch die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration erarbeitet die Bundesregierung einen Nationalen Aktionsplan Integration. Er soll bestehende Integrationsangebote bündeln, ergänzen, weiterentwickeln und steuern, mit dem Ziel, die Integration im Land nach dem Grundsatz „Fordern und Fördern“ zu stärken.

Stärkung des Zusammenhalts

Den Auftakt für die Entwicklung des Nationalen Aktionsplans Integration bildete der 10. Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin mit dem Thema „Werte und Zusammenhalt“.

Der Aktionsplan zielt auf alle Zuwanderergruppen – Schutzsuchende, EU-Zuwanderer, Fachkräfte und diejenigen die hier schon lange leben – und umfasst die aktuellen Herausforderungen der Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland.

Staatsministerin Widmann-Mauz sagte:

„Seit dem Jahr 2015 steht unser Land vor neuen Herausforderungen: Viele Menschen sind zu uns gekommen und auf der anderen Seite sind Ängste entstanden. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, der Integrationspolitik neue Impulse zu geben und den Zusammenhalt in Deutschland mit einem Nationalen Aktionsplan zu stärken.

Integration muss früher ansetzen durch Wertevermittlung von Anfang an. Bestehende Angebote wie die Integrationskurse müssen weiterentwickelt werden. Und wir müssen fördern, aber auch fordern, dass alle, die hier leben, ihre Potenziale voll einbringen – durch Bildung, Ausbildung und Integration in den Arbeitsmarkt.

Deshalb freue ich mich, dass wir – getragen von den Bundesministerien und in enger Einbindung der Länder, Kommunen, der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Migrantenorganisationen – den Startschuss für den Nationalen Aktionsplan Integration geben.

Die Steuerung von Migration einerseits und die Integration der Menschen, die nach Deutschland kommen oder schon länger hier leben andererseits – beides muss Hand in Hand gehen.“

Fünf Phasen der Integration

Der Nationale Aktionsplan Integration wird sich an fünf Phasen der Zuwanderung und des Zusammenlebens orientieren. Unter Einbeziehung der Länder, Kommunen, nichtstaatlicher Akteure und Migrantenorganisationen werden Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen erarbeitet, um die Integration insgesamt voranzutreiben. Die Ergebnisse werden auf den kommenden Integrationsgipfeln präsentiert.

Phase vor der Zuwanderung - Erwartungen steuern - Orientierung geben:

  • Informations- und Aufklärungsangebote
  • Werbestrategie zur Gewinnung von Fachkräften
  • Vorintegrationsangebote
  • Sprachkurse im Herkunftsland
  • Migration und Entwicklungszusammenarbeit

Phase der Erstintegration - Ankommen erleichtern – Werte vermitteln:

  • Sprachförderung
  • Beratungsangebote
  • Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen als Einstieg in den Arbeitsmarkt
  • Bildung und Ausbildung als Grundstein für gelingende Integration und Teilhabe

Phase der Eingliederung - Teilhabe ermöglichen – Leistung fordern und fördern:

  • Integration in den Arbeitsmarkt
  • Zugänge und Teilhabe sichern: Bildung, Betreuung und Erziehung von Anfang an
  • Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt als Scharnier der Teilhabe
  • Integration vor Ort
  • Besondere Herausforderungen in ländlichen Räumen

Phase des Zusammenwachsens – Vielfalt gestalten – Einheit sichern:

  • Sport
  • Gesundheit
  • Stadtentwicklung und Wohnen
  • Kultur
  • Medien

Phase des Zusammenhalts – Zusammenhalt stärken – Zukunft gestalten:

  • Politische Bildung sowie Partizipation in Parteien und Gremien
  • Interkulturelle Öffnung des öffentlichen Dienstes des Bundes
  • Antidiskriminierung und Maßnahmen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Bedeutung von Einbürgerungen
  • Diversity in der Wirtschaft