Integrationsbeauftragte

Aufenthaltsbeendigung

Ausländerinnen und Ausländer, die nicht (mehr) im Besitz eines erforderlichen Aufenthaltstitels sind, sind zur Ausreise verpflichtet.

Eine Ausreispflicht kann durch bloßen Ablauf des Aufenthaltstitels aber auch durch eine behördliche Entscheidung begründet sein.

Ausreisepflicht

Um eine Ausreisepflicht durch Zeitablauf zu verhindern, ist es wichtig, dass die Verlängerung des Aufenthaltstitels frühzeitig bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragt wird.

Auch durch eine Ausreise aus dem Bundesgebiet von mehr als sechs Monaten kann ein Aufenthaltstitel erlöschen. Wenn der Aufenthalt einer Ausländerin oder eines Ausländers die öffentliche Sicherheit und Ordnung, die freiheitliche demokratische Grundordnung oder sonstige erhebliche Interessen der Bundesrepublik Deutschland gefährdet, kann die zuständige Ausländerbehörde eine sogenannte Ausweisungsverfügung erlassen. Diese Entscheidung führt dazu, dass ein bestehender Aufenthaltstitel frühzeitig erlischt.

(Wieder-) Einreiseverbot

Ist eine Person zur Ausreise verpflichtet und kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, so wird die Ausreise ggf. zwangsweise durchgesetzt. In diesen Fällen wird gegen die betroffene Person ein Verbot zur Erteilung eines Aufenthaltstitels verhängt . Diese Einreise- und Aufenthaltsverbote können aber auch gegen solche Personen ergehen, die sich noch im Bundesgebiet aufhalten und deren Ausreise nicht unmittelbar bevorsteht (zum Beispiel Geduldete). Diese Verbote sind von Amts wegen zu befristen. Die Dauer der Frist beträgt maximal fünf bis zehn Jahre.