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Coronavirus - So hilft die Bundesregierung

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Die Bundesregierung tut alles, damit Deutschland die enormen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen durch das Coronavirus meistern kann. Das Wichtigste ist jetzt, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen, Arbeitsplätze und Unternehmen zu erhalten und unser Gesundheitswesen zu stärken. Dafür hat die Bundesregierung das größte Hilfspaket in der Geschichte der Bundesrepublik auf den Weg gebracht. Es hat ein Volumen von rund 750 Milliarden Euro. Es setzt sich zusammen aus einem Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit 600 Milliarden Euro und einem Nachtragshaushalt, mit dem der Bund Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen kann. Damit spannt die Bundesregierung einen Schutzschirm über Deutschland und alle Menschen im Land.

Hilfen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Niemand soll wegen der Corona-Pandemie seine Arbeit verlieren. Die Bundesregierung erleichtert deshalb den Bezug von Kurzarbeitergeld, rückwirkend zum 1. März 2020. Wenn zehn Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sind, kann der Betrieb Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen. Auch Zeitarbeitsfirmen können das tun. Wer in Kurzarbeit ist, bekommt grundsätzlich 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts erstattet. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Kurzarbeitergeld 67 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts. Mehr Informationen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Hilfen für kleine und große Unternehmen sowie Solo-Selbständige

Die Bundesregierung gründet einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, der unsere Volkswirtschaft stabilisiert und Arbeitsplätze sichert. Unter anderem kann die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf Antrag für bis zu 80 bis 90 % der Kreditsumme bei neuen Unternehmenskrediten haften. Der Garantierahmen der KfW wird mit dem Nachtragshaushalt von 465 auf 822 Milliarden Euro erhöht. Außerdem stellt die Bundesregierung 50 Milliarden Euro für die Unterstützung von Kleinunternehmern bereit. Damit sollen vor allem Überbrückungshilfen für Solo-Selbständige, Kleingewerbetreibende und Kleinunternehmer geleistet werden, wenn eine Existenzgefährdung droht. Für Selbständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) kann eine Einmalzahlung von bis zu 9.000 € für 3 Monate beantragt werden. Bei bis zu 10 Beschäftigten sind es bis zu 15.000 € für 3 Monate. Mehr Informationen beim Bundesministerium der Finanzen.

Hilfen für Mieterinnen und Mieter

Wohnungen und Geschäftsräume dürfen nicht gekündigt werden, wenn es durch die Corona-Krise zu Verzögerungen der Mietzahlungen kommt. Das Gleiche gilt für Strom-, Gas- und Telefonanschlüsse. Vermieter dürfen ein Mietverhältnis nicht aufgrund von Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 kündigen, sofern diese auf Auswirkungen der Corona-Pandemie beruhen. Betroffene Mieterinnen und Mieter haben die Möglichkeit, die ausgefallene Miete bis Ende Juni 2022 nachzuzahlen. Mehr Informationen beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (nur auf Deutsch).

Hilfen für Familien

Die Bundesregierung passt den Kinderzuschlag an: Wenn das Einkommen nur für sich selbst, aber nicht für die gesamte Familie reicht, können Eltern einen Kinderzuschlag erhalten. In diesen Zeiten werden wir bei Neuanträgen auf Kinderzuschlag befristet nur das letzte Monatseinkommen prüfen statt wie üblich das Einkommen der vergangenen sechs Monate. Mehr Informationen beim Bundesministerium für Familie, Jugend, Frauen und Senioren (nur auf Deutsch).

Hilfen für unser Gesundheitswesen

Um flexibel und kurzfristig auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen reagieren zu können, stehen 55 Milliarden Euro bereit, die für weitere Vorhaben zur unmittelbaren Pandemiebekämpfung genutzt werden können. Für Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte sollen Einnahmeausfälle aufgefangen werden, die z.B. durch verschobene Operationen oder Behandlungen entstehen. Über 3 Milliarden Euro zusätzlich stehen für Schutzausrüstungen wie Masken oder Schutzanzüge bereit. Mehr Informationen beim Bundesministerium für Gesundheit.
 

Freitag, 03. April 2020